Nummer 2, 11. April 2021

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+ + + + + + + + + + + +   Brief in die Ewigkeit   + + + + + + + + + + +

Lieber Herr Thomas,


am heutigen 11. April hören wir im Evangelium von Ihnen und Ihrer Begegnung
mit dem Auferstandenen. Sie glauben den Jüngern nicht, dass der Herr in ihrer Mitte war. Sie wollen es ganz handgreiflich wissen.


Ich möchte Ihnen mit diesem Brief Danke sagen.

Sie haben den Mut zum Zweifel gehabt! Sie haben nicht einfach geschluckt, was andere Ihnen erzählen. Sie wollen glauben, aber auch eigene Erfahrungen machen.

 

Ist es vermessen, wenn ich Ihnen erzähle, dass auch ich an mein Leben und an meinen Glauben Fragen stelle.  Dass auch ich mutig sein will und immer wieder eigene Erfahrungen suche. Da fühle ich mich mit Ihnen stark verbunden.

Und ich möchte Ihnen, Herr Thomas  als „dem Experten für Mut und Zweifel“ eine Frage stellen. Wie stark fühlt sich der Himmel grad mit unserer  Amtskirche verbunden? Nehmen Sie da Mut wahr? Den Mut des Zweifelns, den Mut etwas in Frage zu stellen, den Mut, etwas zu hinterfragen.

Ich nehme mal an, dass Sie das Folgende alles schon wissen: Priester müssen erst seit dem zweiten Lateran-Konzil 1139 im Zölibat leben. Frauen konnten in der Urkirche Gemeinden leiten und irgendwann ging das nicht mehr. Die Liebe gilt weltweit als das Aller-Aller-Höchste, aber wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen lieben, dann ist das nicht Sakramentenwürdig.

Wo ich nun grad schon beim Fragen bin: können Sie mal Jesus fragen, ob das echt seine Botschaft ist? Und wenn JA, was er sich dabei gedacht hat? Und wenn NEIN, wie wir da wieder rauskommen?

Meine aktuelle Frage an mich und meine Kirche ist: hält unsere derzeitige Glaubenspraxis mutigen Fragen und Zweifeln stand? Um, wie Sie Herr Thomas,  zu wachsen und zu reifen! Sie wissen das bestimmt schon alles, aber hier auf Erden sind das keine leichten Themen, das können Sie mir glauben.

Und wissen Sie, was das Schwierigste beim Fragen stellen ist? Den richtigen Ton zu finden. Das überrascht Sie jetzt wahrscheinlich nicht. Wie haben Sie das damals gemacht? Haben die Anderen sauer auf Ihre Zweifel reagiert? Haben sie am Ende gesagt: Ätsch, wir haben recht! Oder waren die froh, dass durch Ihre Fragen der Herr nochmal in ihre Mitte trat? Darüber können wir ja mal schwatzen wenn wir uns in der Ewigkeit treffen.

Ich sende Ihnen ein dickes DANKESCHÖN, bitte um himmlische Unterstützung im Fragen stellen und grüße in die Ewigkeit.

Ihre Maria Schmidt

Ostern 2021 in der Pfarrei St. Martin

Als Pfarrei St. Martin haben wir gemeinsam ein zweites Corona-Ostern gefeiert. Ein Rückblick.

#digitalekirche

 

Online-Gottesdienste und WhatsApp-Predigten: Die Corona-Pandemie hat vieles ausgelöst, was man bis dato für unmöglich gehalten hatte. Informieren Sie sich über die digitalen Angebote der kommenden Wochen in unserer Pfarrgemeinde St. Martin und im Bistum.

Grabmal des heiligen Martin in der Basilika Saint-Martin de Tours, Wikimedia Commons

Erinnerungsort Heiliger Martin

 

Auch wenn es (zum Glück) noch nicht November ist: Martinsgans und Martinsumzug - was hat das ursprünglich mit dem heiligen Martin zu tun? Nichts! Lesen Sie selbst.

Es sind noch Plätze frei! Deswegen herzliche Einladung zur Pilgerfahrt der Pfarrei "Auf den Spuren des heiligen Martin". (Anmeldung hier).

Ein echter "Schatz" ...

 

...in der Schlosskapelle Pilnitz. Die künstlerische und technische Gestaltung dieses liturgischen „Gerätes“ scheint ein Unikat im deutschsprachigen Raum zu sein! Um was es sich wohl handelt?

Wikimedia Commons

"Christlich ist, was mit Christus zu tun hat."

Hans Küng, einer der renommiertesten Theologen weltweit und Begründer der Stiftung Weltethos, ist am 6. April im Alter von 93 Jahren gestorben. Er hat die katholische Kirche in den letzten 50 Jahren maßgeblich mitgeprägt. Wir haben Stimmen zu seinem Nachruf zusammengetragen.

Coronagedenken

 

Unter dem Titel „Zeit zur Klage – Raum für Hoffnung“ werden am Sonntag, 18. April 2021, viele Kirchen und Kapellen – auch in unserer Pfarrei – und weitere Religionsgemeinschaften ihre Türen öffnen und die Menschen vor Ort zu einem gemeinsamen Corona-Gedenken einladen.

Details werden rechtzeitig auf der Homepage St. Martin und in den Vermel-dungen bekannt gegeben.

Endlich verständlich!

 

Fundamentale Fragen des christlichen Glaubens brauchen Menschen, die Antwortoptionen bieten. Mit Herz und Haltung, und mit Vernunft. Deswegen heißt es ab jetzt bis zum Sommer jeden letzten Donnerstag im Monat: "BASICS – Theologie endlich verständlich".

In eigener Sache

 

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Schon mal ...

... Gott in der Natur begegnet? Machen Sie sich auf die Suche nach Gottes Gegenwart in der Natur! Laufen Sie einfach los oder pilgern Sie ein Stück den Sächsischen Jakobsweg entlang. Nehmen Sie sich ein Gesangbuch mit oder drucken Sie sich den Tagesimpuls von der Homepage aus und genießen Sie die Begegnung mit Gott unter freiem Himmel.

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Römisch-katholische Pfarrei St. Martin Dresden
Stauffenbergallee 9h 01099 Dresden