Änderung im Pfarreirat + Seelsorgerat Pieschen

Liebe Gemeindemitglieder,
ich habe diese Woche den Pfarreirat darüber informiert, dass ich sowohl von meinem Amt als Mitglied des Seelsorgerats Pieschen, als auch vom Amt des Mitglieds im Pfarreirats St. Martin zurücktrete.

In aller gebotenen Kürze möchte ich meinen Rücktritt erklären:

Manchmal kommt die Zeit, um sich zu positionieren. Man muss heiß oder kalt sein, wie es in der Offenbarung heißt.
Ich habe mich in den letzten Wochen klar gegen Respektlosigkeit gegenüber Hauptamtlichen und auch mir selbst gegenüber ausgesprochen. Dabei musste ich leider feststellen, dass ein Teil der Gemeinde an der Art des Umgangs miteinander festhalten will bzw. diese unterstützt und sich ein noch viel größerer Teil  gar nicht gegen solche Ungerechtigkeiten positioniert. Dies hat mich persönlich sehr getroffen und traurig gemacht.
In den Ämtern im Pfarreirat und im Seelsorgerat vertrete ich die Gemeinde als Ganzes. Das ist mir mit gutem Gewissen nicht mehr möglich, da ich immer mehr den Eindruck habe, das ein grosser (?) Teil der Gemeindemitglieder nicht hinter meiner Person und meinem Bild von Kirche steht.

Es ist auch Zeit, mich selbst zu schützen.
Die Zunahme der Angriffe auf meine Person (aber auch auf andere Personen, die in unserer Pfarrei Verantwortung übernommen haben), sowie die von zumindest einzelnen Personen in Kauf genommene Spaltung in unserer Pfarrei, hat mich sowohl physisch als auch psychisch so stark belastet, dass ich mich entschieden habe die „Reißleine“ zu ziehen. Ich kann es nicht mehr verantworten für die Gemeinde bzw. die Pfarrei zu sprechen.

Auch wenn ich mich aus der Arbeit in den Gremien zurückziehe…
… freue ich mich weiterhin in der Gemeinde zusammen mit Menschen „auf dem Weg“ zu sein. Gemeinsam zu erspüren, wo wir in unserer Stadt „ein Segen sein dürfen“ und wie wir im Hören auf Seinen Geist „den Weg des Herrn bereiten“.
… freue ich mich darauf, gemeinsam mit anderen Menschen unserer Stadt Dinge zu tun,  die mir und uns die „Freude Seiner Botschaft“ erleben lassen.
… freue ich mich darauf, als Christ den Menschen innerhalb und ausserhalb unserer Kirche ein  Sprachrohr zu sein, die wir als Gesellschaft und Kirche ausgrenzen und diskriminieren.

Ich möchte mich ausdrücklich bei den Menschen bedanken, die mich immer wieder bestärkt haben meinen Weg zu gehen und die ihn mit mir zusammen gegangen sind und auch weiter gehen werden –  Danke.

Alexander Narr

 

Foto: Pixabay.com