In keiner Klotzscher Gemeinde gibt es mehr Gottesdienste …

Die sehr emotionalen und persönlichen Briefe des Apostels Paulus an die Philipper stehen in diesem Jahr im Zentrum der Ökumenischen Bibelwoche. So wie sicher auch die Philipper versammelten sich in der letzten Januarwoche die Klotzscher Christen, um zu hören, was Paulus ihnen schreibt. In diesem Jahr gestalteten die Gemeindegruppen die Abende der Woche. Am
Mittwoch hatte der Ökumenische Frauenkreis zum Bibelteilen in die Heilig-Kreuz-Kapelle eingeladen:
„Stellen Sie sich vor, in keiner Klotzscher Gemeinde gibt es mehr Gottesdienste. Kein Pfarrer feiert mit uns das Abendmahl oder die Eucharistie. Was würden wir tun?“ So begann das sehr bewegte Teilen der Verse 12-30, des 2. Abschnittes des Philipperbriefes, entlang der 7 Schritte des Bibelteilens.

Mit einem kurzen Gebet zündete ein Teilnehmer eine Kerze an und bat die Gruppe, sich zu Jesus zu setzen und auf das zu hören, was durch den Apostel Paulus der versammelten Gemeinde geschenkt wird. Tut alles ohne Murren und Zweifel. Ebenso sollt auch ihr euch freuen. Dadurch, dass ihr festhaltet am Licht des Lebens. Denn Gott ist es, der in euch wirkt.
Im Hören, Schweigen, Mitteilen wurde die Gruppe an ihre Sendung als Gemeinde am Ort geführt: „Macht allen Menschen Mut“, „Sprecht von eurer Hoffnung und eurem Glauben“, „Gebt Gott die Chance, in euch zu wirken“, hören die Teilnehmer in sich und staunen, wie sehr sie dieser Auftrag berührt und verbindet.
Bei Wein und Brot kam sich die Gruppe im Anschluss sehr nah und alle sind sich sicher, dass sie an diesem Abend gemeinsam Gottesdienst gefeiert haben.

Nicole Hinz