Brief in die Ewigkeit, Nr. 14, 11.04.2022

Halleluja,
unser Brief, den wir an Dich, Papst Benedict XV, gerichtet hatten, wurde erhört. Einige Wochen nach unserem Schreiben im letzten Monat hat der jetzt amtierende Papst auf unserer Erde wesentliche Veränderungen in der Verwaltung der Kirche nicht nur angekündigt, sondern sogar in den Kirchengesetzen festgeschrieben.

Wie inzwischen berichtet wurde, hat der in unserer Welt amtierende Heilige Vater ein neues Grundgesetz für die Kirche veröffentlicht. Damit soll der Verwaltungsapparat des Heiligen Stuhles reformiert werden. Die neue Konstitution unter dem Namen „Praedecate Evangelium“ wird am 5. Juni dieses Jahres in Kraft treten und die bisherige außer Kraft setzen.

So können wir nur danken, dass jetzt mit der verfügten neuen Regelung ein guter Schritt in die Richtung gegangen ist, die wir doch bisher sehnlichst gewünscht haben.

Wie es mit Kindern ist, sind sie aber nie zufrieden, mit dem, was sie bekommen. Nicht umsonst heißt es, „gib ihnen den kleinen Finger, dann nehmen sie die ganze Hand“. Die neue rechtliche Grundlage macht deutlich, dass sich Deine Diener auf der Erde sich wieder intensiver mit den Bedürfnissen ihrer Gläubigen befassen müssen und dass auch Frauen in Spitzenfunktionen der Kirche berufen werden können.

Was wir uns jetzt aber noch weiter wünschen, ist auch die Frage, wie Du es mit der Weihe von Frauen hältst? Dieses Thema wurde nach wie vor auch in der neuen Regelung nicht behandelt.
So bitten wir erneut, Deinen Blick auch in das Amtsverständnis Deiner Diener auf dieser Erde zu richten und die Frage zu beantworten, warum Frauen nicht auch geweiht werden können und dies nicht nur eine unverbindliche Absichtserklärung bleibt.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Diesseits in das Jenseits
Dein stets hoffender
Jörg-Michael Bornemann