Fastenbrief St. Hubertus – Aschermittwoch und 1. Fastensonntag

Am Aschermittwoch und am ersten Fastensonntag haben die Gottesdienstbesucher in St. Hubertus einen Fastenbrief erhalten, eine gemeinsame Initiative des Ortskirchenrates und des Elistakreises. Der Fastenbrief möchte mit sieben Umschlägen zu den Fastensonntagen bis zum Osterfest eine Verbindung zwischen den Gemeindemitgliedern schaffen. 

Eine gesegnete Fastenzeit und frohe Osterzeit wünschen Ihnen Albert, Jan-Michael und Jakob Langkamp, Will Clapp, Sabine Czapla, Regina Kubis, Renate Börner, Ilse Boddin und Maria Schmidt

Liebe Gemeindemitglieder in St. Hubertus,

mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die österliche Bußzeit. In diesem Jahr wirkt die Fastenzeit auf viele von uns wie eine selbst auferlegte Weiterführung der Corona-bedingten Entbehrungen. Während viele Einschränkungen im Alltag von offizieller Seite zurückgenommen werden, üben wir uns in diese Zeit in Zurückhaltung.
Es besteht jedoch ein gravierender Unterschied zwischen dem sich zurücknehmen in der Corona-Pandemie und dem Innehalten in der Fastenzeit. Wir haben uns zum eigenen Schutz vor Corona und zum Schutz Anderer in unsere private Umgebung zurückgezogen. Für viele Menschen war dieses Zurückziehen häufig mit Einsamkeit verbunden. In der Fastenzeit nehmen wir uns dagegen bewusst als Person zurück, um als ganzer Mensch frei zu sein, und um uns Gott und seinem Geheimnis der Auferstehung und den uns umgebenden Menschen zuzuwenden.
Wir wünschen Ihnen für die österliche Bußzeit, dass Sie sich von dem, was der Alltag an kleinen und großen Sorgen mit sich bringt, so freimachen können, dass Sie Ihren Glauben und Ihre Hoffnung auf die Osterfreude ausrichten können. Und wir hoffen, dass Ihnen nach einer Zeit der Vereinzelung die Hinwendung zu den Menschen, die Sie besonders in unserer Gemeinde St. Hubertus umgeben, möglich ist. Die vielen Fische auf dem Umschlag des Fastenbriefes sollen dieses gegenseitige Erkennen in unserer Gemeinde verdeutlichen.
Lassen wir uns ansprechen durch den Ruf von Paulus in der heutigen Lesung:

Schwestern und Brüder!
Wir sind also Gesandte an Christi statt
und Gott ist es, der durch uns mahnt.
Wir bitten an Christi statt:
Lasst euch mit Gott versöhnen!

Der Ortskirchenrat St. Hubertus wünscht Ihnen eine gesegnete Fastenzeit.

Gott aller Zeiten, Schöpfer allen Lebens,

hilf uns, diese Fastenzeit auch in aller Stille zu bedenken, in Gedanken daran, wer wir für uns selbst und für andere sind, in dem Bewusstsein, dass unsere Schritte eine Wirkung haben und unsere Worte Macht haben. Mögen wir behutsam gehen. Mögen wir erst dann sprechen, wenn wir gut zugehört haben. Hilf uns, diese Zeit ehrfürchtig zu begehen, in dem Bewusstsein, dass Du jedes Lebewesen und jede Pflanze, jeden Menschen und jeden Lebensraum mit Schönheit und Sinn ausgestattet hast.
Mögen wir die Welt mit Zärtlichkeit betrachten. Mögen wir sie ehren und nicht zerstören. Hilf uns, uns mit Dank an unsere vielen Gaben zu erinnern und uns auf den Segen freuen, der noch kommen wird.
Mögen wir deine überschwängliche Liebe empfangen. Möge die Gnade und der Friede Christi uns segnen.

Amen.