Das Misereor Hunger- / Fastentuch begleitet alle Gemeinden in den Sonntagsgottesdiensten

Das MISEREOR-Hungertuch 2019 „Mensch, wo bist du?“
von Uwe Appold © MISEREOR
Der Liturgiekreis am Weißen Hirsch hatte alle anderen Gemeinden eingeladen, die Fastensonntage speziell vorzubereiten. Daraus ist eine Vorlage entstanden, die alle Gemeinden nutzen können. Gern möchten wir auch Dich, Sie ansprechen, sich in Ihrer Gemeinde einzubringen und einen Text vorzulesen. Bitte melden Sie sich bei den jeweiligen Ansprechpartnern per E-Mail.

1. Fastensonntag – Einführung des Hungertuches
Fastenzeit – MISEREOR-Zeit – Zeit des Erbarmens – Zeit der Zuwendung zu Gott, dem Nächsten, zur Schöpfung und zu mir selbst. Vierzig Tage Zeit, sich der Frage zu stellen: Wo bin ich? Wo stehe ich – in meinem Leben, im Umgang mit dem Nächsten, in meiner Beziehung zu Gott, in dieser Welt? Das MISEREOR-Hungertuch von dem Flensburger Künstler Uwe Appold mit dem Titel „Mensch, wo bist du?“ will uns hierbei begleiten und uns anregen.
Mit der Frage: „Wo bist du? ruft Gott, so erzählt es die Bibel, die ersten Menschen im Paradies. Und sie ist nach wie vor aktuell. Sie trifft ins Zentrum des diesjährigen Hungertuchs, angesichts einer sich tiefgreifend und in rasantem Tempo verändernden Welt.
Hören wir in einem Augenblick der Stille in uns hinein, auf das, was uns bewegt und bedrängt. Schauen wir auf das Hungertuch. Gott ruft uns. Stehen wir vor ihm, verbunden mit den Menschen weltweit, die sich Sorgen um unser gemeinsames Haus, unsere Erde.

HIRTENWORT UNSERES BISCHOFS

Fürbitten:
Von ganzem Herzen wollen wir umkehren zu unserem Gott. Er hilft uns, steht uns zur Seite. Wir vor ihn in den Anliegen unserer Zeit und Welt:
1. Fürbitte:
Der Klimawandel bedroht die Existenz unseres Planeten. Unser gemeinsames Haus, die Erde, ist vielfachen Bedrohungen ausgesetzt.
Mensch, wo bist du?

Gott, sei denen nahe, die sich einsetzen für die Bewahrung der Schöpfung und sich um einen nachhaltigen Lebensstil bemühen. Begleite uns in diesen 40 Tagen der Umkehr.
Gott, vor dir stehen wir.
Wir bitten dich, erhöre uns.
2. Fürbitte:
Kriege und Gewalt prägen das Leben von Menschen in vielen Ländern dieser Welt.
Mensch, wo bist du?

Gott, sei denen nahe, die friedliche Wege suchen.
Begleite jene, die sich um Versöhnung und Dialog bemühen.
Gott, vor dir stehen wir.

Wir bitten dich, erhöre uns.
3. Fürbitte:
Ungehemmtes Wachstum und Gier befördern die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen.
Mensch, wo bist du?
Gott, sei denen nahe, die eintreten für gerechte Löhne und faires Wirtschaften.
Begleite jene, die die Würde von Mensch und Schöpfung achten.
Gott, vor dir stehen wir.
Wir bitten dich, erhöre uns.
4. Fürbitte:
Gezielte Falschmeldungen, Hass und Hetze prägen zunehmend das soziale und politische Miteinander.
Mensch, wo bist du?

Gott, sei denen nahe, die ihre Stimme erheben für die Wahrheit und ein respektvolles Miteinander.

Begleite jene, die verantwortungsvoll umgehen mit Nachrichten und Stimmungen.
Gott, vor dir stehen wir.

Wir bitten dich, erhöre uns.
5. Fürbitte:
Im Alltag gelingt es uns oft nicht, in die Stille zu gehen und auf Gottes Stimme zu hören. Mensch, wo bist du? Gott, sei denen nahe, die sich in unserer Pfarrei in Exerzitien im Alltag auf dem Weg machen, zu sich selbst, in ihre Mitte und letztlich zu dir.
Begleite sie in der Stille und im Hören auf dein Wort.
Gott, vor dir stehen wir.

Wir bitten dich, erhöre uns.
Du, Gott, umfängst uns. Durch dich leben wir. Wir danken dir, dass du uns hörst und uns zum Hören befähigst. Durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Vor dem Segen
Mensch, wo bist du?
    Hier bin ich!
Mensch, wo stehst du?
    Auf dem Grund deiner Botschaft!
Mensch, was erbittest du?
    Dass du mich segnest!
Mensch, wozu?
    Dass ich zum Segen werden kann für die Menschen, hier und weltweit.

Liturgiekreise Weißer Hirsch, Pillnitz, Neustadt unter Leitung von Pf. Kauder und Elisabeth Meuser