Ökumenisches Chorprojekt mit Frauenstein (im Erzgebirge)

Am 7. Sonntag in der Osterzeit – zwischen Himmelfahrt und Pfingsten – zwischen dem Verlassensein und einer ganz neuen Erfahrung des Einsseins – erklangen 5 Stücke aus dem Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) im Sonntagsgottesdienst St. Martin.
Pfarrer Posielek forderte uns in seiner Predigt auf, nicht polarisierend zu denken. Das Leben ist nicht so oder so, sondern immer beides. In unserer Traurigkeit nicht alles schwarz zu malen, sondern den Himmel, die Ewigkeit im Blick zu haben, betend uns in unserem Denken aus der Zeit in die Ewigkeit zu wenden, kann vieles heilen. Und wer nicht beten kann, solle singen, so endete die Predigt und der Chor antwortete:
„Aber unser Gott ist im Himmel, er schaffet alles, was er will! Wir glauben all an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater geben hat, dass wir seine Kinder werden.“
Unter Leitung von Jochen Schubert sang der Chor an St. Martin gemeinsam mit der Kantorei Frauenstein/Burkersdorf. In Erwartung des Pfingstfestes erfüllten die Klänge aus dem Oratorium mit dem Chor „Der Erdkreis ist nun des Herrn “ die Kirche beim festlichen Auszug.
Jochen Schubert motivierte uns alles zu geben: Die fehlenden Bläser könnt ihr ersetzen. Werft eure Stimme in den Sternenhimmel dieser Kirche, wo früher Soldatenstiefel zu hören waren und sicher nicht solch eine Musik. Und als wir alle den letzten Ton beendet hatten, klang die Musik weiter …
„Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir. Denn deine Herrlichkeit ist offenbar geworden.“

Am Nachmittag sangen wir diese Paulus-Choräle gemeinsam in Frauenstein.

2014 sangen wir mit dem Frauensteiner Chor die Matthäuspassion. Diese Begegnungen sind für alle sehr fruchtbar.
Am 12.04.2019 wird in Frauenstein „Das Sühnopfer des neuen Bundes“ von Carl Loewe aufgeführt werden. Die Proben haben bereits im Januar begonnen.

Uta Graba