Friedens-Impuls am 12. April 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

aus dem Tagesevangelium nach Johannes, Kapitel 13, Verse 21-33 und 36-38:
Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.

aus der Tageslesung des Propheten Jesaja, Kapitel 49, Verse 1 – 6:
Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft für Nichtiges und Windhauch vertan. Aber mein Recht liegt beim HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.

Betrachtung:
Die beiden Bibeltexte führen uns direkt Anspruch, Tragik und Perspektive menschlichen Handelns vor Augen:
Petrus stellt an sich selbst höchste Ansprüche. An ihm soll es nicht liegen – er will alles tun für Jesus, seinen Freund und Lehrer. Aber er setzt seine Kräfte falsch ein, er wartet auf die wichtige Gelegenheit und verpasst so seinen Moment. Er ist gescheitert. Alleine ist er hilflos.
Alles, was er noch Gutes tun wird bei der Ausbreitung der Frohen Botschaft, bei der Stärkung der Gemeinden und der Heilung vieler Menschen, kommt als besondere Gnade aus der Kraft Gottes.
Auch wir wollen oft nur das Beste für unsere Zeit, Hass und Gewalt in der Welt stoppen. Das ist schwer. Aber egal, ob wir gerade schwungvoll sind wie Petrus oder zerknirscht wie Jesaja: Gott kann mit unserem Leben Gutes bewirken. Vertrauen wir uns ihm an.

Abendliches Friedensgebet:
Gott,
sei da in dieser kriegsdurchfurchten Nacht.
Sei das leise Schlaflied, das die Kinder in Kiew und Charkiw ruhig einschlafen lässt und ihnen einen Traum vom Frieden einflüstert, den kein Bombengetöse zerreißt.
Sei der juckende Zweifel, der den russischen Panzerführer oder den Hacker in Minsk innehalten lässt.
Sei die Unruhe, die Menschen auf die Straße treibt in Köln, Bordeaux und Kattowice.
Sei der Funke Hoffnung, der Politikerinnen in der Nacht zum Telefon greifen lässt.
Sei der lange Atem, der Menschen überall auf dem Globus an friedlichen Lösungen arbeiten lässt.
Sei das leise Flüstern, das mich ahnen lässt: Dieses Gebet und die Millionen anderen gehen nicht ungehört an dir vorbei.
Sei der Mut, den der traurige alte Mann in Moskau braucht, um sich selbst in den Arm zu fallen.

(Holger Pyka)

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.