Friedens-Impuls am 15. März 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

Aus dem Tagesevangelium nach Matthäus, Kapitel 23, 11:
Der Größte von euch soll euer Diener sein.

Betrachtung:
Dieser Satz ist eigentlich schon ein komplettes Friedensgebet.
Wenn Menschen bereit sind, ihre Machtansprüche zurückzustellen und zum Wohle aller zu wirken, dann rückt der Frieden näher. Wenn Menschen dagegen schauen, wo sie ihren persönlichen Vorteil durchsetzen können, da wächst der Unfrieden. Wenn sich die Schere zwischen Macht und Machtlosigkeit, zwischen Reichtum und Armut immer weiter öffnet und dies als wohlverdienter Besitzstand gesehen wird und nicht als Bedrohung der Gemeinschaft, dann kommt Gewalt zur Besitzstandswahrung und -erweiterung fast automatisch in den Blick.
Der aktuelle Krieg in der Ukraine lenkt unseren Blick natürlich auf die dort Verantwortlichen, insbesondere den russischen Regierungschef Putin. Er trägt sicher aktuell die Hauptschuld. Doch allzuleicht können wir dabei unsere Mitverantwortung an der Situation in der Welt aus den Augen verlieren: Manches, was wir in den reichen Ländern Zusammenarbeit nennen, ist schlecht verhohlene Ausbeutung. So wächst kein Frieden, das darf uns nicht kalt lassen.
Und das heutige Evangelium hält uns Christen noch einmal ganz speziell den Spiegel vor:

Evangelium nach Matthäus, Kapitel 23, 9 – 10:
Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.
Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.

Betrachtung:
Wie konnte es passieren, dass wir einen Heiligen Vater und ein ganze Reihe Kirchenlehrer haben?

Friedensgebet:
O Gott,
komm du all denen zu Hilfe,
die unter diesem schrecklichen Krieg vielfach zu leiden haben, weil sie
ihr ganzes Hab und Gut oder einen geliebten Menschen verloren haben!

O Gott,
komm du den Frauen und Kindern zu Hilfe, die aus der Katastrophe
geflohen sind, um in ungewisser Fremde sicheren Schutz zu finden.

O Gott,
komm du all denen zu Hilfe, die von brutaler Gewalt geschunden
und verwundet sind, mit ihren zerbrochenen Hoffnungen und Herzen!

O Gott,
komm du denen zu Hilfe, die Verantwortung tragen, damit Gespräche und
Friedensverhandlungen gelingen, um Leid und Not zu lindern oder zu wenden
und den Krieg bald zu beenden!

O Gott,
komm uns zu Hilfe, damit wir nicht mutlos werden und nicht aufhören in
dieser Welt und Zeit auf dich zu hören und zu schauen, zu vertrauen und zu bauen.

Maria, du Königin des Friedens und Ihr Heiligen Nothelfer, bittet für alle Opfer und Täter!

Paul Weismantel

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.