Friedens-Impuls am 2. April 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

aus der Tageslesung aus dem Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 11, Verse 18 – 20:
Aber der HERR der Heerscharen richtet gerecht, er prüft Nieren und Herz.
Ich werde deine Vergeltung an ihnen sehen, denn dir habe ich meine Sache anvertraut.

Betrachtung:
Viel Gewalt begegnet uns in der Bibel, und manchmal fällt es uns schwer, darin einen Gott der Liebe zu finden. Jeremia rückt heute die Sichtweise zurecht: Der allmächtige Gott, der Herr der Heere, wird zu Gericht sitzen über Gut und Böse.
Gewalt und Urteile in unserem Namen bergen immer die Gefahr, dass wir uns etwas anmaßen, was Gott zusteht. Natürlich heißt das nicht, die irdische Gerichtsbarkeit abzuschaffen. Über irdische Dinge können Menschen angemessen richten. Aber wenn nicht mehr Taten verurteilt werden, sondern Menschen, wenn es an Würde und Leben geht, müssen wir immer genauer darauf achten, dass wir nicht unseren Zuständigkeitsbereich verlassen.
Der Verzicht auf die Todesstrafe etwa enthält auch die Anerkennung, als Menschen nichts zu zerstören, was Menschen nicht erschaffen können. Auch die Kirche hat oft genug darin versagt, bei ihren Urteilen zwischen Sünde und Sünder zu unterscheiden. So schwer es uns fallen mag, Gott bittet uns, auch im Täter sein göttliches Gesicht zu entdecken.
Beten wir für alle, die diese schwere Aufgabe in Kriegszeiten meistern!

Friedensgebet:
Dieser heutige Sonntag wird auch
„Passions-Sonntag“ genannt.
Seit Wochen erleidet das Volk in der
Ukraine eine zerstörerische Passion.

Durch Kriegsverbrechen, Bomben und
Waffengewalt werden viele zu Opfern,
Verwundeten und Verwaisten.

Menschen versammeln sich zum Protest
und Mahnwachen, setzen Zeichen der
Solidarität und halten Friedensgebete.

So reihen auch wir uns erneut ein in
das weltweite Netzwerk des Betens,
um mit den unzähligen Leidtragenden
verbunden zu sein.

Auf diese Weise nehmen wir Anteil an
ihrem Schicksal und Elend, ihren Ängsten
und Sorgen, ihrer Bedrängnis und Trauer.

Klagend und fragend, schweigend oder
schreiend beten wir für eine sofortige
Waffenruhe und um Frieden.

Inständig bitten wir für die geflohenen
und flüchtenden Frauen, Mütter und
Kinder um Schutz und Sicherheit.

Beharrlich erflehen wir für alle die Kraft
der Hoffnung und Versöhnung durch die
Hingabe Jesu am Kreuz.

Maria, du Königin des Friedens,
du Trösterin der Bedrängten und
Trauernden, bitte für sie!

Paul Weismantel

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.