Friedens-Impuls am 25. März 2022

(Bild: Dorit Nitsche)

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

aus dem Tagesevangelium nach Markus Kapitel 12, Verse 28b-31:
In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn:
Welches Gebot ist das Erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

Betrachtung:
Taugt denn die Liebe dazu, einen Krieg zu überstehen? Vielen Soldaten geht die Liebe im Krieg verloren und sie haben große Schwierigkeiten, nach ihrer Armeezeit wieder in der Zivilgesellschaft Fuß zu fassen. Vielleicht erscheint einem alles laut und bedeutungslos, nachdem man im Kugelhagel dem schweigenden Tod begegnet ist?
Die Herausforderung zur Liebe taugt dabei wohl nur an uns selbst, schlecht kann man sie anderen zur Vorhaltung machen. Dass Jesus es hier so ausspricht, liegt wohl zum einen an der direkten Frage, die ihm gestellt wird, zum anderen daran, dass er diese Weisung aus dem Alten Testament in seinem Leben vollständig beherzigt. Sein Herabsteigen auf die Erde war schon ein Beweis dafür, sein Hinabsteigen in die Hölle, um ihre Tore für immer aufzubrechen, wird ein noch stärkerer.
Auch Menschen schaffen es mitunter – im Stillen oder unter den Augen der Welt – diese Liebe zu leben. Und so gibt es ungezählte Beweise dafür, dass die Liebe bleibt.

Friedensgebet
Freunde, dass der Mandelzweig
Wieder blüht und treibt,
Ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging,
Soviel Blut auch schreit,
Achtet dieses nicht gering,
In der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg,
Eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg
Leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig
Wieder blüht und treibt,
Ist das nicht ein Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?

(Ben Chorin, aus Deutschland geflohener Jude, 1942 in Jerusalem)

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
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