Friedens-Impuls am 6. April 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

Aus dem Tagesevangelium nach Johannes, Kapitel 8, Verse 31 – 42:
Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden?

Betrachtung:
Es ist schon so eine Sache mit der Freiheit. Für die Diskussionspartner Jesu ist die Sache klar: Sie waren noch nie Sklaven, also sind sie frei.
Auch wir begegnen derzeit vielen Auffassungen von Freiheit, und allzuoft sind sie eher damit verbunden, die Wahrheit (über die Auswirkungen dieser Arten von Freiheit) nicht hören zu wollen. Der Drang, nichts hergeben zu wollen, und das um jeden Preis, ist aber keine Freiheit, sondern macht uns zu Jüngern von Ersatzreligionen und unterdrückt die Schwächeren, Ärmeren, Kränkeren dieser Welt.
Jesus will uns den Spiegel der Wahrheit vorhalten, damit wir erkennen, wovon wir abhängig sind. Nur so können wir schmerzhaft frei für ihn werden.

Friedensgebet:
Madeleine Spendier schreibt: Der Krieg in der Ukraine geht mir unsagbar nahe. Die schrecklichen Bilder von den verzweifelten und verletzten Menschen, die uns aus den Kriegsgebieten erreichen, stimmen mich traurig und machen mich wütend. Warum lässt Gott das zu? Und doch möchte ich beten für die, die keine Worte finden.

Herr, du mein Gott,
du Gott des Friedens,
wir haben Krieg.
Es ist Krieg in der Ukraine,
Krieg auf der Welt. 

Ich leide mit.
Ich weine mit den Menschen
im Kriegsgebiet. 

Hilf Herr, du mein Gott,
ich bitte dich, hilf.
Hilf den Menschen in der Ukraine,
hilf denen, die flüchten müssen,
bleib bei denen, die verzweifelt
und in Angst zurückbleiben,
stärke die, die jetzt sinnlos
um ihr Leben kämpfen müssen
und sich fürchten vor dem Tod. 

Tröste die Mütter,
tröste die Väter,
tröste die Kinder.
Wische ihre Tränen aus den Augen.
Tröste auch uns mit deiner Liebe. 

Ich bin so hilflos.
Ich habe Angst, um die Menschen im Kriegsgebiet,
ich habe Angst, vor einem noch größeren Krieg,
ich habe Angst, um die, die ich liebe. 

Herr, wie kann ich helfen?
Wie kann ich trösten? 

Herr, ich bitte dich um Frieden,
ich bete für den Frieden in der Ukraine,
um Frieden in den Kriegsgebieten der Welt. 

Lass mich nicht verzweifeln.
Lass mich an die Hoffnung glauben, dass alles gut wird.
Bleibe bei uns, bleibe bei mir, du mein Gott, des Friedens. 

Von Madeleine Spendier

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.