Friedens-Impuls am 8. April 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

Tagesevangelium nach Johannes, Kapitel 10, Verse 31 – 42:
Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus erwiderte ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott – weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht! Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt! Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin. Wieder suchten sie ihn festzunehmen; er aber entzog sich ihrem Zugriff.

Dann ging Jesus wieder weg auf die andere Seite des Jordan, an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte; und dort blieb er. Viele kamen zu ihm. Sie sagten: Johannes hat kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes über diesen gesagt hat, erwies sich als wahr. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn.

Betrachtung:
Das Evangelium ist heute zweigeteilt. Zwei Gruppen von Menschen „beschäftigen“ sich mit Jesus. Aber die erste Gruppe hat schon die Steine zur Hand und wirft dabei einen festen Blick in das Gesetz: Gotteslästerung = Tod. Jesus versucht noch, auf sie einzugehen und sie mit den Worten des Gesetzes zum Umdenken zu bringen. Eigentlich gibt es auch einen Dialog zwischen ihm und den Menschen, aber ich habe den Eindruck, mit Steinen und Gesetzestexten in der Hand kann die erste Gruppe den Menschen gar nicht wahrnehmen, der vor ihnen steht. Sie suchen nur noch die Schublade, in die er hineinpasst.
Die zweite Gruppe scheint offener dafür zu sein, einen Menschen von ganz neuer und bisher unbekannter Art zu entdecken. Sie prüfen Jesus anhand der Zeugnisse und Taten und können so zum Glauben finden.
In jeder Begegnung mit Menschen stehen uns beide Wege offen: Vorurteile und Gesetzesbuchstaben oder Offenheit und Vertrauen. Nur einer dieser Wege führt zum Frieden.

Friedensgebet:

Komm, Herr Jesus, und erfreue uns durch deine göttliche Gegenwart!
Wir bedürfen des Rates, der Hilfe und des Schutzes.
Komm und heile unsere Blindheit, komm und hilf unserem schwachen Wesen.
Komm, du Glanz der göttlichen Herrlichkeit, Gottes Kraft und Gottes Weisheit!

Wandle unsere Nacht zum Tag, schütze uns vor Gefahr,
erleuchte das Dunkel, stärke den Mut, führe uns treu an deiner Hand,
und leite uns nach deinem Willen von dieser vergänglichen Welt
in die ewige Stadt, die du selbst gegründet und erbaut hast.

(Bernhard von Clairvaux, 1090-1153)

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.