Friedens-Impuls am 8. März 2022

(Quelle: Twitter)

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

Lesung vom Tage aus Jesaja 55, 10 – 11:
So spricht der Herr: Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

Aus dem Tagesevangelium nach Matthäus 6, 9:
So sollt ihr beten:

Betrachtung:
Die beiden Bibeltexte des heutigen Tages ergänzen sich ganz direkt. Während in Jesaja die Wirksamkeit von Gottes Wort beschrieben wird, folgt im Evangelium die Unterweisung für uns: Nicht nur Gottes Wort bewirkt etwas, sondern auch wir sollen beten. Es ist viel geschrieben, diskutiert und gestritten worden über die rechte Abwägung zwischen Worten und Werken, aber niemand kann bestreiten, dass wir die feste Zusage Gottes haben, dass unser Gebet etwas bewirkt. Ich denke, es bewirkt sogar dann etwas, wenn wir selber nicht so recht daran glauben können. Daher ist es in diesen Tagen wertvoll, für den Frieden in der Ukraine auch zu beten:

Friedensgebet der Evangelischen Kirche Deutschland:
Gott,
wie zerbrechlich unsere Sicherheiten sind,
wie gefährdet unsere Ordnungen,
das erleben wir in diesen Tagen.

Wer sieht uns mit unserer Hilflosigkeit und Angst?

Wütend und fassungslos erleben wir,
wie Machthaber die Freiheit und das Leben vieler Menschen gefährden.
Wie am Rand Europas ein Krieg beginnt.
Was geschieht als Nächstes?
Welchen Informationen können wir trauen?
Was könnten wir tun, das helfen oder etwas bewegen würde?

Sieh du die Not.
Sieh unsere Angst.

Wie so viele suchen wir Zuflucht bei dir und Schutz,
innere Ruhe und einen Grund für unsere Hoffnung.
Wir bringen dir unsere Sorgen.
Wir bitten dich für die, die um ihr Leben fürchten,
und für die, die sich beharrlich für friedliche Lösungen einsetzen.

Wir beten mit Worten aus Psalm 121:
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Zusammenstellung und Betrachtung: Christoph Nitsche)
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