Friedens-Impuls am 9. April 2022

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

aus der Tageslesung des Propheten Ezechiel, Kapitel 37, Verse 21 – 28:
Ich schließe mit ihnen einen Friedensbund; es soll ein ewiger Bund sein. Ich werde sie zahlreich machen. Ich werde mitten unter ihnen für immer mein Heiligtum errichten, und bei ihnen wird meine Wohnung sein. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Wenn mein Heiligtum für alle Zeit in ihrer Mitte ist, dann werden die Völker erkennen, dass ich der Herr bin, der Israel heiligt.

Betrachtung:
„Dein Reich komme!“ beten wir oft im Vater unser. Jesus verspricht, „das Reich Gottes ist mitten unter euch.“. Liegt es an unserer Schwachheit, wenn wir in diesen Tagen Zweifel haben, dass er einen ewigen Friedensbund aufgerichtet hat?
Vielleicht haben wir in unseren täglichen Sorgen und Nöten vergessen, dass es auf unseren Beitrag ankommt, um hier auf Erden etwas entstehen zu lassen, dass Heimat für alle Menschen bietet? Aber dieser Gedanke kann uns auch überfordern. Vielleicht hat uns die Fastenzeit zu der Erkenntnis geführt, selbst noch sehr weit weg von dem Bild zu sein, dass Gott sich von uns gemacht hat?
Wenn wir uns klein und wenig hilfreich für die Sache Gottes fühlen, dürfen wir uns eins wissen mit dem Menschensohn Jesus Christus, der in der kommenden Woche einen letzten, verzweifelten Versuch unternehmen wird, das Reich Gottes auf Erden zu stärken. Was sich zuerst nach einem Scheitern anfühlt, hat uns den Glauben gebracht. Vielleicht bringt auch unser Scheitern in den Werken dieser Welt ein Stück von unserem Glauben zu jemandem, der darauf gewartet hat?

Friedensgebet:
Jesus Christus,
in Stille bringen wir diese brennende Bitte vor dich:
Lass die Waffen in der Ukraine schweigen!
Nimm in deiner Liebe alle auf, die durch Gewalt und Krieg sterben;
tröste die trauernden Familien und sei mit denen,
die Angst haben oder sich auf die Flucht begeben.
Steh denen bei, die sich nach Frieden sehnen
und die in der Ukraine, in Russland, in Belarus und auch anderswo Initiativen ergreifen, um den Krieg zu beenden.
Trotz des unbegreiflichen Leids glauben wir,
dass deine Worte der Liebe und des Friedens niemals vergehen.
Du hast dein Leben am Kreuz hingegeben und uns – auch über den Tod hinaus – eine Zukunft geöffnet.
In diesen Wochen vor Ostern führt uns das Licht deiner Auferstehung und
erinnert uns auch in der Dunkelheit daran,
dass das Böse nie das letzte Wort hat.
Wir flehen dich an: Gib unserer Zeit deinen Frieden.
Du bist unsere Hoffnung.

(Frère Alois, Taizé)

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Betrachtung und Zusammenstellung: Christoph Nitsche)
Sie wollen mittun: Schreiben Sie mir oder gleich zum Dudle.
Alle Impulse der Fastenzeit: Link.