Friedens-Impuls am 9. März 2022

(ein Innenhof in Dresden)

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

Lesung vom Tage aus Jona 3, 4 – 6:
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört! Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.

Betrachtung:
In der Bibel lesen wir die Lösung für den Krieg in der Ukraine: Das Wort Gottes wird verkündet, die Menschen glauben es und selbst die Mächtigsten legen die Insignien der Macht ab und setzen sich in die Asche. Es gibt inzwischen wahrhaftig genug Asche in der Ukraine.

Viele Menschen haben sich in den letzten Tagen an die russische Führung gewandt und sie bestürmt, umzukehren und mit allen Panzern und Soldaten abzuziehen. Gibt es eine Stimme, die das wirklich noch bewirken könnte? Wir können nur dafür beten, dass sich auch die letzten Patriarchen und Berater ganz klar äußern: Diese Zerstörung führt beide Länder in einen Abgrund.

Friedensgebet:
Das Gebet um den Frieden verlangt von uns selbst und als Kirche eine Gewissenserforschung. Die Wende zum Frieden beginnt bei uns, im persönlichen Leben, im Verhalten der Kirche, in Wirtschaft und Politik, in der Gesellschaft im Ganzen. Deshalb bitten wir mit den Worten des Versöhnungsgebets von Coventry Gott um Vergebung unserer Schuld:

V Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
A Vater vergib.

V Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
A Vater vergib.

V Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
A Vater vergib.

V Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der Anderen,
A Vater vergib.

V Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlingen,
A Vater vergib.

V Die Entwürdigung von Frauen, Männern und Kindern durch sexuellen Missbrauch,
A Vater vergib.

V Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott
A Vater vergib.

Liedruf (GL 827):
Herr, gib uns Deinen Frieden, gib uns deinen Frieden.
Frieden, gib uns deinen Frieden, Herr gib uns deinen Frieden.

(Zusammenstellung und Betrachtung: Christoph Nitsche)
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