3. Gemeindeversammlung in Pillnitz

Am 19.5.2019 kamen wir nach dem Gottesdienst bei Kaffee und Kuchen zu unserer dritten Gemeindeversammlung in diesem Jahr zusammen.
Pfr. Posielek fasste die Schwerpunkte der vergangenen Versammlungen noch einmal zusammen.
Zunächst berieten wir, was zum gemeinsamen Fronleichnamsgottesdienst der Pfarrei bei uns im Garten der Brockhausvilla (23.6.) noch zu bedenken ist. Wir schlagen vor, dass die Gemeinden Pieschen, Neustadt mit Klotzsche und Weißer Hirsch 3 Prozessionsaltäre gestalten .  Für das gemeinsame Buffet nach dem Gottesdienst mögen bitte alle Teilnehmer etwas mitbringen. Die Details zur Vorbereitung besprechen wir abschließend in der nächsten Sitzung des Seelsorgerates am 12.6..

Schwerpunkt der Gemeindeversammlung war die Information zum Pastoralkonzept, das jede Gemeinde im nächsten Jahr erstellen soll. Pfarrer Posielek stellte dazu die Vorgehensweise vor (Details dazu s. auch Beitrag zur Gemeindeversammlung auf dem Weißen Hirsch).
Das Pastoralkonzept ist eine Vereinbarung darüber, wie wir unser Kirche-Sein vor Ort leben und gestalten wollen:

  • Wozu sind wir als Kirche da?
  • Aus welchen Überzeugungen handeln wir?
  • Auf welche Weise tragen wir zu einem gelingenden Leben bei?

Ein Teilnehmer bemerkte, dass in der Vergangenheit alle Pastoralkonzepte von oben her vorgelegt wurden. Diesmal soll es aber anders herum angegangen werden. Das Bistum bittet die Pfarreien, eigene Konzepte zu erstellen. Aufgrund der Größe unserer Pfarrei und der Unterschiedlichkeit unserer Gemeinden ist es naheliegend, dass wir zunächst ein Konzept für jede Gemeinde erstellen und daraus dann ein Konzept für die gesamte Pfarrei entwickeln.

Da das alles noch sehr abstrakt klingt, haben wir begonnen, Gedanken zusammenzutragen, was für unsere Gemeinde wichtige Ziele sein sollten:
Heimat geben, insbesondere für alle Menschen, die auf der Suche sind, auch für neu dazukommende Gemeindemitglieder.
– Die Kernsätze aus dem heutigen Gottesdienst: „Liebt einander wie ich Euch geliebt habe!“ (Joh 13,34) und „Gott wohnt in unserer Mitte“ (Offb 21.3).
Offen sein für Gäste. Zu diesem Thema haben wir uns länger ausgetauscht. Die Schlosskapelle wird von vielen Besuchern besichtigt. Das Angebot „Kirche im Kleinen“ mit kurzen Broschüren zu unserem Glauben wird gut angenommen. Wenn Küster da sind, gechieht es immer wieder, dass sie von Museumsbesuchern angesprochen werden. Daraus ergibt sich der Gedanke, ob wir öfter eine offene Kirche anbieten sollten. Da die Schlosskapelle momentan in eine Ausstellung des Schlosses einbezogen ist, wird das in nächster Zeit schwer möglich sein. Allerdings gäbe es die Möglichkeit, die Kapelle Maria am Wege für Besucher zu öffnen. Dazu müssten Gemeindemitglieder anwesend sein, um auf Fragen der Besucher antworten zu können. Bisher ist die Kapelle nur am Samstag Nachmittag des Elbhangfestes geöffnet. Wir sollten überlegen, dies vielleicht einmal monatlich z.B. Sonntag Nachmittags anzubieten und dann aber auch entsprechend zu veröffentlichen. Für Gäste des Schlosshotels wollten wir schon vor einiger Zeit einen Hinweis über unseren Sonntagsgootesdienst in der Schlosskapelle zur Verfügung stellen. Das muss noch realisiert werden. Unsere Beteiligung am Elbhangfest ist ein wichtiger Beitrag, auch nach außen hin sichtbar zu sein.

Bei allen Überlegungen sollten wir uns immer fragen, was machbar ist. Wir müssen im Pastoralkonzept Prioritäten für unsere Aktivitäten festlegen. Dabei sollte vor allem berücksichtigt werden, welche Menschen in der Gemeinde aktiv sind, oder aktiv werden könnten.
– Wer hat welche Fähigkeiten oder Interessen?
– Wer könnte welchen Dienst anbieten?
– Für wen wollen wir uns einsetzen?
Mit wenigen Aktiven können wir nur das machen, was möglich ist, und dafür dürfen wir dankbar sein. Schließlich haben wir es nicht selbt in der Hand, sondern sollten es dem Heiligen Geist zutrauen, dass er uns führt.

Der nächste Gemeindersonntag wird der 29.9. sein.

Martin Geibel