Gemeindeversammlung Neustadt 31.03.

Nach dem gemeinsamen Sonntagsgottesdienst blieben etwa 45 Gemeindeglieder zu einer ersten Gemeindeversammlung im Kirchenraum. Die Anwesenden waren eingeladen, im Nachklang der im vorangegangenen Gottesdienst erlebten Präsentation der Bischöfe aus 20 Bildern zum Thema „Gemeinsam Kirche sein“ ihre derzeitige Wahrnehmung von Kirche am Ort (Gemeinde) zu schildern. In ruhiger, aufmerksamer Atmosphäre ging man mit Blick auf unsere Gemeinde und Pfarrei gemeinsam den Fragen nach:
Was ist mir wichtig?, Was bewegt mich? Was lebt in unserer Gemeinde?
Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
Das ist mir wichtig:
• Gute Kinderpastoral
• Sakramentenvorbereitung;
• Ältere Gemeindeglieder im Blick haben
• Transparenz und offener Umgang mit Informationen /Neuerungen/Änderungen
• Weggemeinschaft erleben (gemeinsam pilgern)
• dass Gemeinde ihre Kirche als ihre erkennt und einladend (er-)hält
• Blick füreinander bewahren /u m Hilfe bitten
• Lebendige Sonntagsgottesdienste
• Kontinuität (v. a. personell), um sich aufeinander verlassen zu können
Das lebt gerade:
• Viele Kinder
• Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Gemeindeglieder – guter Zusammenhalt
• Im Blick auf Gesamtpfarrei werden Angebote für den Zusammenhalt der Gesamtpfarrei (Bsp. Tag der Lit. Dienste, gemeinsame GD (Ostermontag)) positiv erlebt
Da bewegt mich:
• Ängste vor Entwurzlung bei derzeitiger unsicherer Situation (gilt auch für die Hauptamtlichen)
• Viele Verunsicherungen entspringen derzeitigen organisatorischen Schwierigkeiten (z.B. fehlt ein Hauptverantwortlichen für den Hausmeisterdienst) – das zwingt uns, neu zu denken, weg von priesterzentrierter Gemeinde
• wer ist wofür verantwortlich? Gemeindeglieder – Priester? Zuständigkeiten der Hauptamtliche sind bereits im Internet veröffentlicht,
• Kritische Tagesthemen sollten mehr im Gottesdienst zur Sprache kommen (z. B. Fürbitten)
• Mehr Angebote für Singles, junge Paare erwünscht

Um „Gemeinsam Kirche sein“ zu können, zwingen uns Mangelerscheinungen (weniger pastorale Mitarbeiter, insbesondere Priester) und Verunsicherungen alle zum Umdenken. Das schließt folgende Überlegungen ein:
• Liturgie muss von der Gemeinde gestaltet werden,
• eine bunte vielfältige Gemeinde hat Konsequenzen,
• offen sein für neue Gottesdienstformen (Wort-Gottesfeier),
• Weiterdenken gefordert: Kirche ist nicht nur innerhalb der Gemeinde – wo ist der Platz für junge Erwachsene? neue besondere Gottesdienstformen?

Künftig werden regelmäßig Versammlungen gehalten, um miteinander im darüber Gespräch zu sein, was uns wichtig ist. Der nächste Termin einer 2. Gemeindeversammlung ist So., der 16. Juni.
Um auf Pfarreiebene zu überlegen, was uns wichtig ist, werden zur Erstellung eines pastoralen Konzeptes (Kirchenentwicklung) interessierte Gemeindeglieder gesucht werden, die dies mitgestalten wollen.
Bettina Preusker