Gemeindeversammlung in St. Hubertus

3. Gemeindeversammlung in St. Hubertus – 12. Mai 2019

Jede Pfarrei hat den Auftrag ein Pastoralkonzept zu erstellen, in dem vereinbart wird, wie sie ihre Hirtensorge (Pastoral) miteinander und füreinander leben will. Dabei soll jede einzelne Gemeinde der Pfarrei St. Martin Dresden ihre eigene Situation und ihren eigenen Weg einbringen. Von den zwölf Gemeindemitgliedern, die am 12. Mai bei der Gemeindeversammlung anwesend waren, erklärten sich Martin Dritschler, Edith Fuchs, Elisabeth Meuser und Rolf G. Thiel bereit, seitens der Gemeinde St. Hubertus am Prozess der Erarbeitung eines solchen Konzeptes mitzuarbeiten.

Pfarrer Posielek stellte die Schritte auf demWeg zu einem Pastoralkonzept vor, wie sie in der Handreichung des Bistums beschrieben sind.

In jeder Gemeinde sollen die folgenden vier Schritte gegangen werden:

  • Bestehendes sammeln
    was läuft in der Gemeinde bisher? was bewirkt das, was wir tun? wer ist für was verantwortlich? was wird gemeinsam gemacht? was getrennt?
    →Was ist unser Profil? Was ist unser Auftrag?
  • Am biblisch begründeten Auftrag überprüfen
    Entspricht das, was wir tun, unserem biblisch begründeten Auftrag („Seid ein Segen und bereitet den Weg des Herrn!“) und der Frage: wozu sind wir als Kirche da? Entspricht das, was wir tun, den Menschen zu denen wir gesandt sind?
  • Perspektiven entwickeln
    was wollen wir ändern? anders machen?
    was wollen wir beibehalten?
    wovon wollen wir uns verabschieden?
    an welcher Stelle wollen wir Neues wagen?
    was wollen wir gemeinsam, was getrennt machen?
  • Einen ersten Textentwurf erstellen

Vier „Fragen“ begleiten diesen Weg:

  • Was sind die leitenden Grundüberzeugungen unseres Glaubens?
  • Welche Prinzipien bestimmen unser gemeinsames Handeln?
  • Welche Ziele verfolgen wir mit unserem Handeln?
  • Welche Arbeitsweise vereinbaren wir, mit der die Ziele umgesetzt werden sollen?

→ Es geht darum eine Perspektive zu entwickeln, was wir tun und was wir lassen wollen.

Das Vorgehen soll von Wertschätzung und Vertrauen getragen sein, der Weg in Freiheit und Eigenverantwortung gegangen werden. Dabei sind im Sinne der Subsidiarität und Pluralität möglichst viele Gemeindemitglieder einzubeziehen. Die Erstellung des Pastoralkonzeptes ist als geistlicher Prozess gedacht.

Am 18. Juni 2019 soll es im Rahmen einer Pfarreiversammlung unter anderem um Fragen zur Sakramentenvorbereitung (Erstkommunion, Firmung) und zum Pastoralkonzept gehen, das bis Herbst 2020 erstellt sein soll. Dabei wird nach den Schritten, die die einzelnen Gemeinden unserer Pfarrei gegangen sind, und aus dem, was sie formuliert haben, eine Vereinbarung miteinander getroffen, die beschreibt, wie wir gemeinsam als Pfarrei St. Martin Dresden unser Christ-Sein und Kirche-Sein leben wollen.

Elisabeth Meuser