„Geteilt-Vereint“ – Musik-Theater

Mit großem Applaus wurde die Aufführung des Musik-Theaterstücks „Geteilt-Vereint“ bedacht, das am 22.2. in der Pfarrei St. Martin Dresden aufgeführt wurde. Achtzehn Jugendliche hatten es während einer Workshop-Woche unter der professionellen Leitung der Musik-und Theaterpädagogen Christian Schmidt (Regie), Vinzenz Wieg (Klarinette), Thabet Azzawi (Oud), Sina Gutsche (Bühnenbild/Kostüme) und Max Loeb García (Konzeption, Gitarre) erarbeitet. Circa 90 Zuschauer drängten in den mit schwarzen Glitzervorhängen dekorierten Gemeindesaal um das Stück über friedliches Zusammenleben zu sehen. Sprech- und Spielszenen, Tanz-, Gesangs- und Musikeinlagen wechselten sich ab und wurden an der Wand live illustriert durch eine Overhead-Projektion. Zwei Familien standen sich zunächst distanziert und feindlich gegenüber. „Wir sind besser. Wir machen den Unterschied. Bei uns tanzt niemand aus der Reihe“, so die gegenseitige Abgrenzung.
Nachdem dann die beiden Söhne der einen wie der anderen Familie im Park abhängen und dem Alkohol verfallen, kommt es bei den Müttern zum Umdenken: Gemeinsam schaffen sie es, die Söhne aufzusammeln und sie einer therapeutischen Begleitung zu übergeben. Ein halbes Jahr später, nach gelungenem Entzug, steht die Heimkehr an und der beglückende Moment der Wiederaufnahme in die Familien. Gemeinsam und vereint wird getanzt, gefeiert und gesungen.
Die Zuschauer äußerten sich zum Schluss tief beeindruckt vom Ideenreichtum, der Spielfreude und Bühnenpräsenz der zehn- bis sechzehnjährigen Schauspieler, die sich aus unterschiedlichen Gemeinden, Nationalitäten und Religionen zusammensetzten. Beglückt über die tolle Woche gab das Leitungsteam der Hoffnung Ausdruck, im kommenden Jahr ein neues Projekt in Angriff nehmen zu können. Gemeindereferentin Rebekka-Chiara Hengge, die das Projekt tatkräftig begleitet hatte, bedankte sich für die finanzielle Unterstützung des Bistums Dresden-Meißen, der Landeshauptstadt Dresden und der Pfarrei St. Martin und zeigte sich erfreut über das gelungene Zusammenwirken so unterschiedlicher Akteure.

Fotos: Elisabeth Meuser / Rebekka-Chiara Hengge