Hunger nach der Eucharistie

Unsere jüngeren Jugendlichen haben bei ihrer letzten gemeinsamen Fahrt die Ausstellungen des kleinen und des großen Fastentuches in Zittau besucht und sich mit der Bedeutung von Fasten- oder auch Hungertüchern beschäftigt.

Hungertücher wurden in früheren Jahren zwischen Gemeinde und Altar, bei uns heute vor das Kreuz, gehängt, damit während der Fastenzeit ein geistlicher Hunger, ein Hunger nach der Eucharistie, ein Hunger nach dem ganzheitlichen Erleben von der Gemeinde erfahren wird.

Misereor stellt den Gemeinden alle 2 Jahre ein neues Hungertuch zur Verfügung, das von Künstlern zu einem aktuellen Thema gestaltet wird. In diesem Jahr steht das neue Tuch unter dem Titel: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Das Tuch zeigt das Röntgenbild eines zertrümmerten Fußes und Momente des Wieder-Aufstehens. Auch wenn wir in diesem Jahr nicht das aktuelle Misereor-Hungertuch in der Heilig-Kreuz-Kapelle aufhängen, regt es uns doch zum Nachdenken an: Wonach haben wir Hunger? Wie weit ist unser Raum? Wohin wollen wir wieder aufstehen?

Claudia Hanke