Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde, heute wird vertan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er kommt

Foto: Bettina Preusker
Am 30.11.2022 lud Pfarrer Norbert Stryczek (i.R.) zum Glaubensabend ins Gemeindehaus am Weißen Hirsch ein. Derzeit waren die Gleichnisse Jesu Thema in den monatlichen Treffen, die jeweils am letzten Mittwoch im Monat um 20 Uhr stattfinden. Diesmal war es

Das Gleichnis vom Verwalter und der Ungerechtigkeit Lukas 16 (1-8)
1 Jesus sprach aber auch zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. 2 Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein. 3 Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich. 4 Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. 5 Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6 Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib fünfzig![1] 7 Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig!
Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte,

Wir rätselten lang, was Jesus damit uns verdeutlichen wollte und haben die nachfolgenden Sätze als spätere Deutungsversuche der Schreiber außen vor gelassen. – Eine Geschichte, die Jesus vielleicht „im Bauwagen“ als Zimmermann gehört hatte, als er mit seinem Vater die Nachbarstadt nach den Verwüstungen der Römer wieder aufbaute. – erklärte Norbert Stryczeck und forderte uns auf einen Vergleichsmoment zu finden. Das was hier gelobt wird, ist nicht dass der Verwalter mit dem Eigentum seines Herrn so umgeht, sondern, dass er die Lage richtig einschätzt erkennt, in der er sich befindet und handelt. Die Entschlossenheit wird gelobt.

Ein Gemeindemitglied sah Parallelen zu den dubiosen Aktionen der „letzten Generation“. Andere fanden, dass es gar nicht zusammen passt. Mir kam ein Lied in den Sinn aus jungen Tagen. Jetzt ist es nicht mehr heiß, manchmal (viel zu selten) regnet es. Aber die Dürre des Sommers und der Gestank der brennenden Wälder, der bis an den Rand von Dresden zu sehen und riechen war, der ist mir gut in Erinnerung. Was kann ich, was kann jeder einzelne tun, um diese Erde zu retten, um der Botschaft Jesu zu folgen? Die Bewahrung der Schöpfung ist unser Auftrag.

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde, heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er kommt.“

U. Graba