lassen und leben

Liebe Schwestern und Brüder der Gemeinden in St. Martin!

Heute ist der zweite Sonntag, an dem in unseren Kirchen keine Eucharistie gefeiert wird,
sich die Gemeinde nicht trifft um miteinander Christi Gegenwart zu feiern.

Wir machen gemeinsam gerade eine neue Erfahrung von Gemeinde und Kirche.
Viel Kreatives entfaltet sich und es entstehen neue Formen von Liturgie und Verkündigung, Begegnung und Gemeinschaft.

Die nächsten Sonntage wird sich an der Situation wohl nichts ändern. Nicht nur die Fastenzeit, auch das Osterfest wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht in unseren Kirchen gefeiert werden können.

Wir dürfen miteinander die Zeit nutzen, uns der schöpferischen Kraft des Geistes zu öffnen und sicher auch Neues entdecken; Kirche und Christsein neu lernen.

Bitte lassen wir einander teilhaben an den Ideen und Impulsen die Jede(r) von uns in diesen außergewöhnlichen Tagen hat.

Bleiben wir verbunden miteinander, bewahren wir die Nähe, auch wenn wir Abstand halten müssen.

Mit den besten Segenswünschen
Thaddäus Posielek

 

lassen

verlassen
wie abraham
die altbekannte sicherheit
und wie das volk israel
alles was versklavt und niederdrückt

loslassen
wie zacharias
die stumm machende engstirnigkeit
und wie maria von magdala
alles was man nicht festhalten kann

gelassen
wie philippus gegenüber dem äthiopier
die liebe GOTTES einfach erfahrbar machen
und wie maria
ein „ja“ voller vertrauen sprechen

einlassen
wir die jünger
auf absicherungslose wege
und wie der schächer am kreuz
auf eine scheinbar hoffnungslose wahrheit

lassen
den lieben GOTT
und IHM nicht im weg stehen
IHN wirken
und seinen willen geschehen lassen

Wolfgang Metz