Liturgie am Samstag, 21. März

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Lied zu Beginn – „Laudate omnes gentes, laudate Dominum (GL 386)

Kreuzzeichen

Einstieg

In diesen Tagen wollen wir trotz allem nicht vergessen, Gott für seine wunderbaren Taten zu danken und zu loben. Er ist mit uns all unsere Wege gegangen, hat uns geführt und wunderbar erschaffen. Gott – wer ist ER für mich?

Gebet

Liebender Gott, wir loben und preisen dich in den wundervollen Dingen, die du erschaffen hast. Lass uns daraus jeden Tag neue Kraft schöpfen. Führe uns immer mehr auf der Spur, wer DU für uns bist und sein willst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, den du zu uns gesandt hast. Amen.

Lesung aus dem Buch Hosea 6,1-6

Liebe will ich, nicht Schlachtopfer

1Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden.

2Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf, und wir leben vor seinem Angesicht.

3Lasst uns streben nach Erkenntnis, nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.

4Was soll ich tun mit dir, Efraim? Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der bald vergeht.

5Darum schlage ich drein durch die Propheten, ich töte sie durch die Worte meines Mundes. Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht.

6Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.

Impuls zur Lesung

Es gibt Leute, die wissen haargenau, wer Gott ist und wie man ihn zu behandeln hat. Sie kennen sich super aus, mit Gott. Zieht man die fromme Verpackung ab, so gleicht ihr Wissen aber eher einer Gebrauchsanweisung für einen Automaten. Sie sind Gottestechniker. Sie würden es nicht so sagen, aber Gott ist für sie eine sichere Nummer. Gegen eine solche Haltung wendet sich der Prophet. Gott ist keine Maschine. Er reagiert nicht auf Knopfdruck. Er lässt sich nicht für unsere Zwecke programmieren.

Was heißt es aber dann, Gott zu kennen und ihm zu trauen, auf ihn zu bauen? Sucht seine Nähe, ohne ihn zu vereinnahmen, ohne der Versuchung zu erliegen, ihn in die Tasche zu stecken.

Gott ist nahe! Doch bitte – keine Handgreiflichkeiten. Bleibt in seiner Nähe, harrt aus, und bleibt gerade dort empfänglich für seine Unbegreiflichkeit.

(aus Magnificat – Das Stundenbuch, März 2020)

Zeit der Stille (evtl. mit meditativer Musik)

mögliche Fragen zur Meditation:

  • Wer ist Gott für mich?
  • Wie oder wo kann ich seine Gegenwart spüren?
  • Was bedeutet es für mich, Gottes Unbegreiflichkeit auszuhalten?

Fürbitten

Dreifaltiger Gott, auch wenn wir gerade keine große Gemeinschaft „hautnah“ erleben können, lass uns trotzdem erfahren, dass wir füreinander da sind.

Herr, erhöre uns.

Lebensspendender Gott, steh allen im Gesundheitswesen tätigen bei. Schenke Ihnen Kraft und Geduld bei der Versorgung der Kranken.

Herr, erhöre uns.

Mit-uns-fühlender-Gott, steh uns bei in unseren Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten. Im Vertrauen auf dich, schenke uns Zuversicht und Halt bei dir.

Herr, erhöre uns.

Vater unser

Lied – Herr, du bist mein Leben (GL 456)

Segensgebet zum Dreifaltigen Gott (Einladung zur gegenseitigen Segnung)

Es segne dich Gott, der dir Vater und Mutter ist. In ihm sollst du tief verwurzelt sein.

Es segne dich Jesus Christus, der dich liebt. Im Vertrauen auf ihn soll dein Leben blühen.

Es segne dich der Heilige Geist, der in dir wohnt. In seiner Kraft soll dein Leben fruchtbar sein.

So segne dich der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

(P. Pius Kirchgessner, OFMCap)

 

Patricia März