Liturgie am 30.11. zum Fest des Apostels Andreas

Wir beginnen die heutige Liturgie:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Apostel Andreas ist ein besonderer Heiliger. Sein heutiger Gedenktag wird in unserer Kirche sogar als Fest gefeiert. Für die Orthodoxe Kirche ist er so bedeutsam, wie sein Bruder Petrus für die Römisch-Katholische Kirche.
Im heutigen Evangelium spricht Jesus die beiden Brüder Andreas und Petrus an, als sie beim Fischen sind:

„Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. (Mt 4,19-20)

Lied: Mir nach, spricht Christus unser Held (GL 461)

Wir fragen uns:

Welche Strahlkraft muss von Jesus ausgegangen sein, dass sie ihm sofort nachfolgten? Wären wir nicht erst einmal skeptisch, wenn jemand einfach so sagt, wir sollen ihm nachfolgen? Und dann will er uns zu Menschenfischern machen. Würden wir da nicht zumindest mal nachfragen, wie das gehen soll?

Andreas war „vorbelastet“. Es heißt, dass er Johannesjünger war. Sicher hat er dadurch auch von Jesus gehört und die Aufforderung zur Nachfolge fällt auf guten Boden.

Wie sind wir vorbereitet auf eine mögliche Berufung? Werden wir es hören, wenn Gott uns ruft? Würden wir ihm sofort nachfolgen?

Wir sind alle durch unsere Taufe dazu berufen, Gottes Frohe Botschaft weiter zu tragen. Um Glauben und Bekenntnis geht es auch in der heutigen Tageslesung:

 Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer (Röm 10,9-18)

9Wenn du mit deinem Mund bekennst: „Jesus ist der Herr“ und in deinem Herzen glaubst: „Gott hat ihn von den Toten auferweckt“, so wirst du gerettet werden.

10Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.

11Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.

12Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.

13Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

14Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?

15Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist? Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen!

16Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?

17So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi.

18Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

 

Lied: Herr, gib uns Mut zum Hören (GL 448)

 

Fürbitten:

Gott, Du rufst uns, Dich zu bekennen.

  • Wir bitten Dich um offene Ohren, um Deine Botschaft aufzunehmen.
  • Wir bitten Dich um ein weites Herz, damit wir an Dein Wort glauben.
  • Wir bitten um genug Mut, Dich überall zu bekennen.

Herr wir sind bereit, für das, was Du mit uns vorhast.

 

Lied: Kündet allen in der Not (GL 221)

Segen:

Der Segen des allmächtigen Gottes komme über uns,
dass wir sein Wort in unserem Herzen aufnehmen und
vor allen Menschen bekennen, zu denen er uns sendet,
und so für diese zum Segen werden.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.

Amen

(Martin Geibel)