Liturgie am Dienstag – 21. April

Zu Beginn Lied Nr. GL 470, 1-3 „Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht“

Statio:
Die Kirche gedenkt heute des Heiligen Bruder Konrad von Parzham und der Kapuzinerorden feiert ihn, und das zurecht!

Bruder Konrad/Im Kloster der Kapuziner in Altötting

Ganz besonders in diesen Tagen, wird mir die Vita des Heiligen Bruder Konrads anders bewusst. Er, der 40 Jahre an der Pforte im Kloster in Altötting/Bayern seinen Dienst tat. Er blieb meistens im Haus, ging ganz selten aus dem Haus. Sein Leben war durchdrungen von Gebet und Arbeit. Arme kamen an die Pforte und wurden von ihm nicht mit leeren Händen weggeschickt. Ebenfalls andere Menschen vom Ort und Umland suchten seine Nähe und seinen Rat. Ja, es hört sich paradox an aber Bruder Konrad war ein zu tiefst missionarischer Bruder. Nicht indem in die Welt hinauszugehen, sondern in der Beschaulichkeit des Klosterlebens wirken.

Ah lieber Bruder Konrad, wenn ich heute mit Mundschutz bei dir an der Klosterpforte anklopfen würde und sagen würde, dass uns ein Corona-Virus den Lebensradius einschränkt und ich seit Wochen größtenteils zu Hause bin. Was würdest Du mir heute sagen?
Stille
Doch ich kann heute einiges von dir lernen z.B. es ist möglich gut an einem Ort/Haus da zu sein. Von dir lerne ich Geduld und Standhaftigkeit, ohne übellaunig zu werden. Von dir lerne ich ein einfaches DA-SEIN.

Gebet zum Bruder Konrad:
Heiliger Bruder Konrad schenke mir von deinem Geist, dass ich mich zu Hause gut aushalte und mit den vielen Einschränkungen, Geboten und Verboten in meinem Lebensraum zu rechtkomme. Wenn ich auf dein Leben schaue, erkenne ich, dass nicht die Größe des Lebensradius entscheidend ist, sondern ein tiefer Frieden im Herzen. Bitte für mich bei Gott unserm Herrn um Geduld, Ausdauer und einen langen Atem in diesen Tagen. Bruder Konrad, du bist für mich der Stay-Home Heilige!

Aus der Lebensbeschreibung:
Am 18.April 1894, schleppte sich der inzwischen 75-Jährige zu seinem Oberen und konnte nur sagen:  „Pater Guardian, ich glaub‘, jetzt geht’s nimmer.“ Drei Tage später starb er…

Lesung vom Tag aus der Apostelgeschichte 4,32-37
Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.
Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt.
Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen.
Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.
Auch Josef, ein Levit aus Zypern,  der von den Aposteln Bárnabas,  das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

Dem Wort Gottes Raum geben…

Magnifikat

Ant. : Gott hat meinem Leben Bedeutung gegeben

                  Das Vertrauen auf Gott stelle ich über alles. *
                 Ich freue mich, denn Gott ist mein Retter.
Obwohl nichts Besonderes an mir ist, *
hat Gott mich doch beachtet.
              Nun wird man in Zukunft von meinem Glück reden, *
             denn Gott hat meinem Leben Bedeutung gegeben.
Gott  zeigt seine Macht so ganz anders, †
seine Treue wird durch Jahrhunderte erfahren, *
von allen Menschen, die nach ihm fragen.
             Sein Wirken überwindet jeden Widerstand: *
             die über alles erhaben sind, verlieren sich im Nichts.
Die sich der Welt bemächtigen wollen, greifen ins Leere, *
die Unbeachteten aber gewinnen das Leben.
             Die nichts beweisen können, werden mit Güte beschenkt, *
            die aber alles schon haben, gehen leer aus.
Wer sich auf Gott verlässt, den richtet er auf. *
weil seine Barmherzigkeit stets von neuem gilt.
             So ist es unseren Vorfahren gesagt worden, *
            Abraham und allen Menschen, die wie er Vertrauen haben.

Ant. : Gott hat meinem Leben Bedeutung gegeben

Quelle unbekannt

Schlussgebet
Herr lass mich meine Unvollkommenheit loslassen damit ich auf deinen Weg komme, hin mehr zu Dir.
Deine Gnade komme mir zuvor und schließe alles unversöhnte in deine barmherzigen Hände ein.
Amen.

 

Zum Segen:  Lied GL 470 Strophen 4+5  „Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht“

Franz-Josef Herzog

Foto privat /  Zeichnung von Br. Winthir Rausch OFM