Liturgie am Dienstag – 5. Mai

Lied „Lege deine Sorgen nieder“
(Text + Musik: Sefora Nelson)

https://www.youtube.com/watch?v=Rk4_8wtr0HU

Lege deine Sorgen nieder
Leg sie ab in meiner Hand
Du brauchst mir nichts zu erklären
Denn ich hab dich längst erkannt

Lege sie nieder in meine Hand
Komm, leg‘ sie nieder, lass sie los in meine Hand
Lege sie nieder, lass‘ einfach los
Lass‘ alles fall’n, nichts ist für deinen Gott zu groß

Lege deine Ängste nieder
Die Gedanken in der Nacht
Frieden gebe ich dir wieder
Frieden hab‘ ich dir gebracht

Lege sie nieder in meine Hand…

Lege deine Sünden nieder
Gib sie mir mit deiner Scham
Du brauchst sie nicht länger tragen
Denn ich hab für sie bezahlt

Lege sie nieder in meine Hand…

Lege deine Zweifel nieder
Dafür bin ich viel zu groß
Hoffnung gebe ich dir wieder
Lass die Zweifel einfach los

Lege sie nieder in meine Hand…

Schafe haben keine Sorgen. Oder doch? Im heutigen Evangelium spricht Jesus von denen, die ihm folgen als Schafe und gibt eine unfassbar gute Zusage. Auch wenn wir vielleicht hin und wieder mit der Rolle als Schaf in Gottes Herde hadern, sollten wir uns diese Worte Jesu gerade heute auf dem Herzen zergehen lassen.

Johannes 10,22-30

22In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter,
23und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.
24Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen!
25Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab;
26ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.
27Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
28Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
29Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
30Ich und der Vater sind eins.

Mit einigen Fragen können wir uns diesem Text in einer Zeit der Stille nähern:

  • Die Juden bedrängen Jesus in ihrer Ungeduld. Wo bin ich gerade ungeduldig mit Gott?
  • Jesus sagt: „Ich habe es euch gesagt, ihr aber glaubt nicht.“ Habe ich das auch schon einmal erlebt?
  • Jesus sagt über seine Schafe, dass sie niemals zugrunde gehen. Wenn ich mich als so ein Schaf verstehe, wie geht es mir in dieser Zeit mit so einer Zusage?

Mit dem Lied „Zeig dich mir“ können wir uns mit aller Unsicherheit, Sorge, Wut und Ratlosigkeit an Gott wenden, denn „Nur ein Wort und meine Seele wird gesund“.

Zeig dich mir“ (Text +Musik: Arne Kopfermann)

https://www.youtube.com/watch?v=5RTByGjAym8


Von Zeit zu Zeit bleibt mir verborgen, dass deine Nähe mich umgibt,
dass du mich anschaust voller Gnade. Ein Gott, der ohne Maßen liebt.
Und darum streck‘ ich voller Sehnsucht meine Hände aus nach dir.
Denn wie das Land auf Regen wartet, warte ich auf dich.
Zeig dich mir, denn ich leb‘ von jedem Wort aus deinem Mund.
Schweige nicht, sprich zu mir und das Grau in Grau wird bunt.
Herr, ich brauch jetzt ein Wort, nur ein Wort aus deinem Mund.
Nur ein Wort, und meine Seele wird gesund.
Von Zeit zu Zeit bleibt mir verborgen, dass du mir Trost und Hoffnung schenkst,
dass du mir meine Schuld nicht nachträgst, dass du sie tief im Meer versenkst.
Doch weil das wahr ist, strecke ich mich aus nach deiner Gegenwart.
Und wie das Land auf Regen wartet, warte ich auf dich.

Zeig dich mir…

Dann kann ich es wieder spüren, dass deine Nähe mich umgibt,
dass du mich anschaust voller Gnade. Ein Gott der ohne Maßen, ohne Maßen liebt.

Gott, du guter Hirte,
du hast uns dieses Wort, das gesund macht, geschenkt. In Jesus. Manchmal begreifen wir das nicht, aber du findest Mittel und Wege uns mit dieser unglaublichen Botschaft zu erreichen. Schenke uns auch heute solche Momente, in denen es leicht fällt, eines deiner Schafe zu sein und dir vertrauensvoll zu folgen. Und für die Momente, in denen es schwer wird, sei du stark für und mit uns.

Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht auf uns leuchten und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

Amen

Text: Antonia Kirtzel
Bild von Websi auf pixabay