Liturgie am Freitag 17. April

Herr, öffne mir die Lippen
Damit mein Mund dein Lob verkünde

Hymnus     ( kann auf die Melodie von GL Nr. 329 „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ gesungen werden)
Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Nach Psalm 118,15-29
Ant.: Öffne mir den Weg zu deiner Wahrheit.

Hört die Freudenrufe in den Zelten der Gerechten: *
Stark erwiesen hat sich die Rechte Jahwes.
    Seine Hand ist hoch erhaben, *
    seine Rechte wirkt mit Macht.
Ich werde nicht sterben, sondern leben *
und erzählen, was Gott an mir getan hat.
    Niederschmetternde Schläge erfuhr ich, *
   doch Gott hat mich nicht dem Tod übergeben.
Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit, *
damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.
    Ich danke dir, dass du mich erhört hast, *
    du bist für mich zum Retter geworden.
Der Stein, den die Bauleute verwarfen, *
er ist zum Eckstein geworden.
    Gott hat dies alles vollbracht, *
    vor unseren Augen geschahen große Wunder.
Dies ist der Tag, den Gott gemacht hat; *
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
    O Gott, bring doch Hilfe, *
    wende dich uns wieder zu.
Gesegnet, die kommen in seinem Namen. *
Mit seinem Segen sei Gott ihnen nahe.
    Mit Zweigen in den Händen schließt euch zusammen *
    und tretet hin zu seinem Altar.
Du bist mein Gott, dir will ich danken; *
mein Gott, mit Lobgesang will ich dich preisen.

Ant.: Öffne mir den Weg zu deiner Wahrheit.

Lesung Apostelgeschichte vom Tag 4, 8-12
Da sagte Petrus, erfüllt vom Heiligen Geist, zu ihnen: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch. Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Gedanke:
Es gibt in unseren Breitengrad die Tradition der Ostersteine. Vielleicht haben Sie bei unseren Mitchristen in den evangelischen Kirchen schonmal gesehen. Kinder malen Steine aus und schmücken so den Altarraum zum Osterfest. Die Ostersteine sollen erinnern an den Stein vom Grab Jesu. Selbst der Stein des Grabes konnte IHN nicht aufhalten und festhalten. Die Engel haben ihn zum „Rollen“ gebracht und siehe da: das Grab ist leer…ER ist auferstanden.
Der Apostel Petrus benutzt heute in der Lesung das Bild vom Eckstein. Er meinst, in Jesus wird ein Grundstein neu gelegt, welcher von vielen verworfen wurde. Wer schonmal ein Haus bauen ließ, weiß wie wichtig und grundtragend dieser Eckstein ist. Er Jesus, ist zum Eckstein geworden. Ein Wort Petri der zum Felsen in der jungen Kirche wurde. Ein Stein füge sich dem anderen zu, so wird ein lebendiges Haus sichtbar, welches vom himmelniedergeht, so glauben wir.
Bauen wir weiter in unserem Alltag mit den Steinen die uns zu Verfügung stehen. In der Familie, am Arbeitsplatz in der Gemeinde. In diesen Ostertagen können wir uns dem unsichtbaren und verbauten Eckstein Jesus Christus wieder neu bewusst werden lassen. Er trägt alle anderen Steine. Er trägt mich. Er ist der Grundstein…

BITTEN
Gepriesen sei Christus, der Auferstandene, der seinen Jüngern am Ufer des Sees erschienen ist. Zu ihm lasst uns beten:

Christus, unser Leben, rette uns.

In der Morgenfrühe hast du deine Jünger am Ufer erwartet;
– lass uns als lebendige Steine am Haus Gottes bauen

Die Jünger haben dich erkannt als ihren auferstandenen Herrn;
– schenke uns einen dankbaren Blick, für alles was wir gemeinsam bis jetzt aufbauen konnten.

Du hast deinen Jüngern ein Mahl bereitet und gesagt: „Kommt und esst“;
– gib uns in diesen Tagen die Kraft und Zuversicht, dass wir bald wieder um deinen Tisch versammelt sind.

Du hast Petrus gefragt: „Liebst du mich?“
– Gib, dass wir dich lieben.

(Bitten in besonderen Anliegen)

– Für alle die heute Ihren Geburtstag begehen und feiern, ganz besonders für unsern Pfarrer Thaddäus Posielek. Schenke ihm Gesundheit im Alltag, Freude am Tag und Zuversicht für die Zukunft. (Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. (1. Johannes 4,16b)

Lasst uns beten, wie der Herr uns gelehrt hat:

Vater unser im Himmel

Gebet:
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den Bund der Versöhnung mit der Menschheit geschlossen und ihr die österlichen Geheimnisse geschenkt. Gib uns die Gnade, dass wir deine Heilstaten nicht nur im Bekenntnis feiern, sondern sie auch durch unser Leben bezeugen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Der Herr segne uns. Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.

Franz-Josef Herzog

Bilder: privat – Elbufer an der Weiberwirtschaft-Gaststätte in Mickten-DD