Liturgie am Mittwoch, 18. März

GEDANKEN ZUR EINFÜHRUNG:
Am letzten Montag in der Früh ist mir aufgefallen, dass mein Wecker am Bett stehen geblieben ist. Gut, dass ich an dem Tag nicht nach dem Weckerruf aufstehen musste, da ich seit fünf Tage Home-Office mache. Der Ausfall vom meinem Wecker brachte mich jedoch zum Nachdenken. Die Zeit ist in diesen Tagen für viele von uns irgendwie zum Stehen gekommen…vieles ist Neu, Anders und Ungewöhnlich…Hab ich Sorgen und Ängste, wie die Zeit nun wird? Oder gehe ich mit Gelassenheit und einem Grundvertrauen in die kommende Zeit? Ja, die Zeit ist irgendwie zum Stehen gekommen! Ungewöhnlich…in meinen Wecker habe ich noch keine neue Batterie reingelegt, die Zeit steht! Ich habe beschlossen auch den Wecke in den kommenden so zu lassen…Warum?
Er möge mich erinnern: Mein Alltag wird Unterbrochen…meine gewohnten Wege und Aufgaben ruhen. Er erinnert mich, dass ich in der Zeit neu und anders denken kann. Ich darf mich ganz anders auf IHN ausrichten. IHN vielleicht sogar besser oder überhaupt neu kennenlernen…Ich bin gespannt was da kommt…Sie auch?
Da fiel mir ein Lied ein: Meine Zeit steht in deinen Händen. Sie kennen es bestimmt!
Ich lade Sie ein, diesen Liedtext als Gebet zu betrachten, als Meditation. Mit dem Background der Zeit und den Herausforderung für uns alle…
GEBET UND MEDITATIONSTEXT:
Meine Zeit steht in deinen Händen

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
Sorgen quälen und werden mir zu groß.
Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?
Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los.
Vater, du wirst bei mir sein.

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr ich rufe: Komm und mach mich frei!
Führe du mich Schritt für Schritt.

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
Es gibt Tage die bleiben ohne Sinn.
hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
und ich frag, wo sie geblieben sind.

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.

Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
Text und Melodie: Peter Strauch

hier auf YouTube zum Nachhören:
https://youtu.be/E49-Mox84S8
LESUNG:
Lesung entnommen aus der Apostelgeschichte Apg 17,22-23+28a
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Männer von Athen, nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromm. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT…weiter sagte Paulus: denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir
WORTE DER ERMUTIGUNG:
In Gott leben wir.
In Gott bewegen wir uns.
In Gott sind wir.
Ich bin von Gott wunderbar geschaffen.
Ich bin und bleibe in Gott.
Ich bin geliebt. Ich bin getragen. Ich bin geführt.
Bleiben wir Zuversichtlich und üben wir uns NEU in Gottesvertrauen und entdecken vielleicht in diesen Tagen „EINEN UNBEKANNTEN GOTT“ vielleicht jeder für sich, ganz NEU…
GEBET: VATER UNSER IM HIMMEL…
ABSCHLUSS:
Die Dichterin Mascha Kaleko schreibt in ihrem Gedicht: Irgendwer

Einer ist da, der mich denkt. Der mich atmet. Der mich lenkt.
Der mich schafft und meine Welt. Der mich trägt und der mich hält.
Wer ist dieser Irgendwer? Ist er ich? Und bin ich Er?

Und der Segen Gottes komme über uns und bleibe bei uns, gemeinsam mit IHN und untereinander verbunden. +VATER+SOHN+HEILIGER GEIST+

 Franz-Josef Herzog