Liturgie am Sonnabend – 25. April

 

Wortwolke Liturgie

Liturgischer Impuls für den 25. April 2020

Lied zur Einstimmung                     Komm, Schöpfer Geist (GL 351)

Wir feiern heute das Fest des Evangelisten Markus. In alten Kirchen wird der Evangelist oftmals als Löwe dargestellt. Vielleicht haben Sie ja schon eine solche Figur entdeckt. Einiges von ihm können wir in der Apostelgeschichte erfahren. Doch wer war der Mensch, dessen eigentlicher Name Johannes Markus war?

Markus war in der Urgemeinde von Jerusalem beheimatet. Wie Christus einst den Aposteln aufgetragen hat, so ist er in die Welt hinausgegangen, hat die frohe Botschaft verkündet. Markus begleitete den Apostel Paulus auf seiner ersten Missionsreise und kehrte allein nach Jerusalem zurück. Wie kann das sein – könnte es sein, dass ihn der Mut verlassen hat?

In späteren Zeiten soll er Petrus in Rom begleitet haben. Es wird angenommen, dass Markus da das Evangelium für uns niedergeschrieben hat. Bis dahin wurde es nur mündlich überliefert.

Markus ist nach Alexandrien gegangen, hat dort die erste Gemeinde gegründet und bekleidete das Amt des Bischofs. Für seinen Glauben musste er das Martyrium erleiden.

Gebet

Herr, lass uns offen sein für deine Frohe Botschaft, die uns der Evangelist Markus aufgeschrieben hat. Lass die Worte einsinken und uns durchdringen. So beten wir im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Tagesevangelium:  Markus 16,15-20

Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

[…] (https://www.bibleserver.com/EU/Markus16%2C15-20) […]

Sie aber zogen aus und verkündeten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte das Wort durch die Zeichen, die es begleiteten.

Ich möchte Sie einladen, einen Augenblick beim Text des Evangeliums zu verweilen.

·        Vielleicht klingt bei Ihnen noch ein Wort, eine Zeile oder ein Gedanke nach?

·        Wo lassen sich in meinem Leben Zeichen der Gegenwart Gottes finden?

 

Stille


Impuls

Die Jünger waren beisammen, da erschien ihnen der Herr. Geht hinaus in die Welt und erzählt von der frohen Botschaft. Doch was war die frohe Botschaft? Jesus ist in unsere Welt gekommen, hat unsere Sünden auf sich genommen, starb am Kreuz und ist auferstanden. Er wird aufsteigen in den Himmel und der Heilige Geist wird über uns ausgegossen werden. All dies ist wie ein durchgewobenes Band – es ist alles miteinander verbunden. Habt Vertrauen auf Gott und ihr werdet gerettet werden. Doch die, welche nicht die Auferstehung mit eigenen Augen gesehen haben, zweifelten.
·        Sind wir nicht auch manchmal Zweifler?

Die Jünger waren Zeugen des Ostergeschehens, sie haben all dies miterlebt und manchen ist der Herr erschienen. Sie brachen auf, um in die Welt hinaus zu ziehen. Als Nachfolger Jesus sprachen sie von den Geschehnissen und der Herr war mit ihnen. Und so bewirkten sie auch Zeichen und Wunder.

·        Wo lassen sich in meinem Leben Zeichen der Gegenwart Gottes finden?
·        Erzähle ich im Hier und Heute von der frohen Botschaft?
·        Lasse ich den Worten auch Handlun

gen folgen?

Wir im Hier und Heute sind als Christen aufgefordert, das Evangelium zu verkünden.

Ja, wir sind durch die Taufe aufgefordert, bereits hier auf Erden mitzuwirken an der Verwirklichung des Reiches Gottes. Wenn wir den Spuren Jesu folgen, dann wird im Erzählen die frohe Botschaft lebendig und ein Stück weit der Geist Gottes unter uns sein.

Jesus ist hinausgegangen und hat vom Himmelreich erzählt, Wunder gewirkt, sich den Notleidenden zugewendet und Gebrochene aufgerichtet. So haben die Menschen Heil erfahren. Auch für uns ist dies heute noch eine bedeutsame Aufgabe.

Wir können den Spuren Jesu nachfolgen, in dem wir uns dem Nächsten zuwenden, dem mir gegenüberstehenden Menschen in seiner Not, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Wenn wir ihn wahrnehmen, unsere Aufmerksamkeit auf ihn lenken, ihm mi

t Wertschätzung und Nächstenliebe begegnen, dann dürfen wir vertrauen, dass der Geist des Herrn auch auf uns liegt und so können wir ein Stück weit zum Heilwerden des Anderen beitragen.

Wir selbst können Gott auch im Anderen erkennen, wenn uns jemand nahe kommt und seine Liebe und Großzügigkeit erweist. Vielleicht ist Ihnen so jemand in den vergangenen Tagen begegnet?

 

Stille

in unsere kleingläubigkeit
spricht es hinein
habe vertrauen
mach dich auf den weg
verkünde die frohe botschaft
er ist mit uns
und zeichen werden geschehen

Gebet

Lassest uns gemeinsam das Gebet sprechen, dass uns der Vater geschenkt hat.
Vater unser, …

Lied zum Abschluss:           Mir nach, spricht Christus, unser Held (GL 461)

Segen

Lass uns von deinen Worten inspiriert sein und gib uns die Kraft und den Mut, damit wir wie einst deine Jünger und der Evangelist Markus hinaus in die Welt ziehen, um die frohe Botschaft zu verkünden. So bitten wir dich um den Segen, im Namen des Vaters und des Sohnes und heiligen Geistes. Amen.

(Dorit Nitsche)

Straßenkreuzung