Liturgie am Mittwoch – 15. April


Lied zur Einstimmung: Wir wollen alle fröhlich sein (GL 326)

Freud und Leid liegen in diesen Tagen sehr nah beieinander. Wir haben die heilige Woche durchschritten und durften teilhaben am Ostergeschehen. Doch die Wege hin zu den Ostererfahrungen sind ebenso vielfältig wie wir Menschen es sind. Die Erfahrungen sind zutiefst persönlich, können uns trösten oder ermutigen – ja, uns auch lebendig machen. Für den einen sind es die Momente, wenn das Osterfeuer entzündet wird, für den anderen der jubelnde Gesang. Doch manchmal können wir noch gefangen sein im Leid und in Traurigkeit.

 

Gebet
Herr Jesus, du bist von den Toten auferstanden. Du bist Maria von Magdala erschienen. Christus, so begegne auch uns. Lass uns Anteil haben an deiner Auferstehung und der österlichen Freude.

Am Morgen, an der Schwelle von der Nacht hin zum Tag, da bricht Maria auf zum Grab. Sie möchte dem verstorbenen Jesu, der ihr so ans Herz gewachsen ist, einen Liebesdienst erweisen, mit kostbaren Ölen seinen Leichnam salben. Doch es kam anders.

 

Tagesevangelium: Johannes 20,11-18 (Link)
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte.

[…] Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte.

 

Was klingt von dem Gelesenen aus der Schrift noch nach in mir?
Lassen Sie uns hier einen Augenblick in Stille verweilen.

Impuls

Am Morgen draußen, da war es noch finster –
und wir gefangen in der Vergänglichkeit.

Die Traurigkeit liegt über allem –
und wir haben Tränen in den Augen.

Am Grab brechen Gefühle auf –
und wir können dem Schmerz Raum geben.

Der Stein am Grab ist weg –
und wir fragen uns, wie das sein kann.

„Was ist der Grund für dein Weinen?“, fragen die Engel –
und wir sehen sie und doch auch nicht.

Der Verstorbene ist nicht da –
und wir können es nicht fassen.

Im Umwenden jemanden sehen –
und wir erkennen dich nicht.

Beim Namen gerufen werden –
und wir erkennen dich.

Das Bild von dir hat sich gewandelt –
und wir möchten dich festhalten.

Zeugen der Auferstehung sein –
und wir gehen, deine Botschaft zu verkünden.

 

Gebet
Wir haben erfahren, dass der österliche Glaube uns lebendig machen kann und wir deine frohe Botschaft weitergeben können. So lassest uns in diesem Wissen gemeinsam das Gebet sprechen, dass uns der Vater geschenkt hat.

Vater unser, …

Lied zum Abschluss: Freu dich, du Himmelskönigin (GL 525)

Segen
Wir freuen uns, dass du auferstanden bist und so den Tod überwunden hast. Du hast Trauer gewandelt in Hoffnung und Zuversicht. Du Licht des Lebens, du Feuer der Liebe, du Quelle des Lebens – lass uns zu Boten werden, die deine Auferstehung in der Welt verkünden. So segne uns der Vater und der Sohn und der Heilige Geist – Amen.

(Dorit Nitsche)