Liturgischer Impuls am Sonnabend, 15. Mai 2021

Ök. Kirchentag

In Frankfurt läuft der 3. Ökumenische Kirchentag, viele Menschen engagieren sich für ihren Glauben und ihre Kirchen. Viele Materialien sind online erhältlich. Wir verbinden uns mit allen, die dort am Morgen beten, und schöpfen aus den Textvorschlägen der Redaktion:

Beim hessischen „Uffrabbele“ am Morgen hört man schon, wie man sich in der Früh fühlt: gerade erstaus dem Schlaf „aufgerappelt“ und noch nicht ganz sortiert:

Eingangswort:
Uffrabbele.
Ich rapple mich auf.
Ich komme aus dem Schlaf und mache mich bereit für den neuen Tag.
Er liegt vor mir
mit dem, was er verspricht,
mit dem, was ich mir erhoffe.
Noch ist verborgen, was er mir bringt.
Ich beginne den Tag mit dir, Gott, und bitte dich:
Segne ihn.

Eingangslied: GL 702, Morgenlicht leuchtet
Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang. Frühlied der Amsel, Schöpferlob klingt.
Dank für die Lieder, Dank für den Morgen, Dank für das Wort, dem beides entspringt.

Psalm 119,10-12 (in leichter Sprache):
Antiphon: Gott: Öffne mir die Augen.
Was mir deine großen Taten zeigen: Das finde ich wunderbar.

Gott: Dich will ich mit meinem
Herzen erkennen.
Was mir deine Gebote sagen:
Das will ich wirklich tun.
Gott: Ich will das Richtige tun.
Was mir deine Worte sagen:
Das will ich verstehen.
Gott: Ich lobe dich.
Was mir deine Gesetze sagen:
Das lehre mich.

Antiphon: Gott: Öffne mir die Augen.
Was mir deine großen Taten zeigen: Das finde ich wunderbar.

Nachklang zum Psalm
Ich suche dich mit ganzem Herzen.
Ich suche heute Worte und Musik,
die mein Herz berühren und meine Gedanken weiten.
Ich suche Erlebnisse, die mich erfüllen.
Ich freue mich auf die Menschen, mit denen ich unterwegs sein werde,
auf die Leute, die ich treffe, verabredet oder zufällig,
für länger oder nur für einen Augenblick,
ewig nicht gesehen oder ganz neu kennengelernt.
Ich werde viel unterwegs sein.
Direkte Strecken, auch mal Umwege oder mich verlaufen.
Das gehört dazu.
Ich hoffe, dass ich am Ende des Tages sagen kann: Kein Weg hat mich abirren lassen.
Jeder Weg hat mich näher gebracht zu dem, was gut ist.
Gott, ich suche dich.
Von ganzem Herzen.
Mit offenen Augen.
Damit ich Wunder sehe.

Lied: GL 701, Die güldne Sonne
Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Lesung: Lukas 24,1-10 (in leichter Sprache)
Jesus ist tot.
Sein Grab ist in einer Höhle.
Vor der Höhle liegt ein schwerer
Stein.
Zu dem Grab gehen Freundinnen
von Jesus.
Zwei Frauen heißen Maria.
Eine Frau heißt Johanna.
Die Frauen wollen nach dem toten
Jesus sehen.
Sie wollen Jesus einsalben.
So zeigen sie: Jesus ist uns
wichtig.
Die Frauen kommen zu dem Grab.
Sie sehen: Der schwere Stein ist
weg.
Der Eingang zum Grab ist offen.
Und das Grab ist leer.
Jesus ist weg.
Die Frauen fragen:
Warum ist das Grab leer?
Wo ist Jesus?
Plötzlich stehen da zwei Männer.
Die Männer stehen in einem hellen
Licht.
Die Frauen haben Angst.
Die Männer im hellen Licht sagen:
Habt keine Angst.
Was sucht ihr hier?
Schaut hin:
Hier ist ein Grab.
Ein Grab ist für Tote.
Aber Jesus lebt.
Jesus sagte es euch schon früher:
Ich werde sterben.
Und dann werde ich auferstehen.
Und leben.
Die Frauen gehen weg.
Sie gehen zu den Freunden von
Jesus.
Die Frauen sagen den Freunden:
Wir waren beim Grab von Jesus.
Wir haben gesehen:
Das Grab ist leer.
Jesus lebt.

Vaterunser:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen:
Gott segne dich.
Gott segne dein Suchen und Finden,
das, was du gemeinsam mit anderen erlebst
und was du für dich allein entdeckst.
Gott behüte dich und segne deinen Tag.
Amen.

(Texte: 3. Ökumenischer Kirchentag, ausgewählt von Christoph Nitsche nach einer Idee von Martin Geibel)