Liturgischer Impuls am 3. Advent, 12. Dezember 2021

GAUDETE !!!    FREUET EUCH !!!

https://www.youtube.com/watch?v=8gkKl9zPDZA

Tochter Zion (GL 228):

1. Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja, er kommt, der Friedensfürst.
Tochter Zion, freue dich!
Jauchze laut, Jerusalem!

2. Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ew’ges Reich.
Hosianna in der Höh’.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gesegnet deinem Volk!

3. Hosianna, Davids Sohn,
sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron,
du, des ew’gen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn,
sei gegrüßet, König mild!

 

Der dritte Adventsonntag wird auch „Gaudete“ genannt nach den lateinischen Worten des Eröffnungsverses: „Gaudete in Domino semper“.
Dies ist wiederum der Beginn der heutigen zweiten Lesung aus dem Brief des Apostel Paulus an die Philipper (Phil 4, 4.5):

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch!
Denn der Herr ist nahe.

Die Vorfreude auf das Kommen unseres Erlösers steht am heutigen Sonntag im Mittelpunkt.
Auch die erste Lesung ruft dazu auf, uns zu freuen.
Nicht nur das. Die Freude ist auf beiden Seiten, auch Gott freut sich über uns.

Lesung aus dem Buch Zefánja. (Zef 3, 14-17):

14Juble, Tochter Zion!
Jauchze, Israel!
Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen,
Jerusalem!

15Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben
und deine Feinde zur Umkehr gezwungen.
Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte;
du hast kein Unheil mehr zu fürchten.

16An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen:
Fürchte dich nicht, Zion!
Lass die Hände nicht sinken!

17Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte,
ein Held, der Rettung bringt.
Er freut sich und jubelt über dich,
er schweigt in seiner Liebe,
er jubelt über dich und frohlockt,
wie man frohlockt an einem Festtag.

 

Wann haben Sie das letzte Mal so richtig große Freude verspürt?

Da gibt es die ganz besonderen Anlässe zur Freude:
Bestandene Prüfung, Hochzeit, Geburt meines Kindes, eine große Reise.

Aber auch die kleinen Freuden sind wichtig:
Wenn die Sonne scheint,
und auch wenn sie romantisch untergeht,
wenn alles blüht und gedeiht,
wenn ich einen Berggipfel erklommen habe,
wenn ich jemanden nach langer Zeit wiedersehe,
wenn meine Enkel mich stürmisch begrüßen,
ein gemütlicher Abend mit Freunden,
ein gutes Essen,
ein schönes Konzert,
gemeinsames Musizieren,
ein Lächeln,

Für uns Christen ist Gott der Ursprung all dieser Freuden.
Von ihm dürfen wir dankbar unser Leben in Empfang nehmen
und es auch ohne schlechtes Gewissen genießen.

Und wenn es einmal nicht so gut geht,
erinnern wir uns an die Zeiten der Freude in der Gewissheit,
auch solche Zeiten werden wieder kommen.

Guter Gott,
wir danken Dir, dass Du es immer gut mit uns meinst und unser Leben segnest
+ im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes
Amen.

Mein Gott, welche Freude (GL 728):

KV: Mein Gott, welche Freude!
Mein Gott, welche Freude!
Mein Gott, welche Freude
an dem Tag, an dem du kommst!

1. Es jauchze die Wüste,
der Jubel füllt das Einödland.
Die Steppe steht in Blüte da,
wenn der Herr im Licht erscheint. (KV)

2. Wacht auf doch, ihr Müden,
erstarket, die der Tod beherrscht!
Tröstet Euch, seid ohne Furcht,
Gott ist unterwegs zu uns! (KV)

3. Er baut eine Straße,
Erlöste pilgern auf ihr hin,
bald sehn sie Jerusalem.
Gott führt uns in Freuden heim. (KV).

https://www.youtube.com/watch?v=tO2NL8DVN6E

(Text und Foto: Martin Geibel)