Liturgischer Impuls am Dienstag, 20. April 2021

Foto: Nikolaus Schwanzer, https://www.pfarrbriefservice.de/image/sonnen-halo

 

Am Morgen

Ich stehe vor Dir, mein Schöpfergott.
Du hast mir einen neuen Tag geschenkt, damit ich ihn mit Leben fülle.
Lege mir gute Worte in meinen Mund, dass sie meine Mitmenschen wärmen.
Lege mir Liebe in mein Herz, dass sie sich ausbreite und Frieden stiftet.
Lege mir Hoffnung in meine Augen, dass sie weiter schauen.
Lege mir Kraft in meine Hände, dass sie zupacken, wo Not ist.
Dann wächst in mir die Zuversicht, dass Du da bist und mit mir gehst.

Dann wächst in  mir der Glauben, dass Du es bist, der mich durch alle Herausforderungen trägt.
Segne mich heute und alle, denen ich begegne, im Namen des schützenden Vaters, des heilenden Sohnes und der stärkenden Geistkraft. Amen.

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 7,51-8,1a)

In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den Schriftgelehrten: Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt,…
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus…
So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er…

Die wichtige Botschaft aus dieser, uns bekannten Stelle aus der Apostelgeschichte, gilt auch für uns heute: Wenn wir erfüllt sind vom Heiligen Geist, wenn wir uns in der Liebe Gottes sicher wissen, dann kann uns nichts Böses dieser Welt etwas anhaben. Dann kann man versuchen uns zu ärgern, auszuschließen, mundtot zu machen, zu mobben und darüber zu triumphieren – nichts wird den Geist Gottes in uns auslöschen, wenn wir es für möglich halten, dass wir den Himmel offen sehen können, denn aus ihm „strömt die Hoffnung“ (Te deum 20.04.2021 S.297), wenn wir es glauben, dass unsere Stärke unsere Christuszugehörigkeit ist, wenn wir mit der Gegenwart Christi rechnen und damit, dass ER uns nicht aus seiner Liebe herausfallen lässt.

Papst Franziskus sagt (Angelus vom 26. Dezember 2018) : „Aus dem Gebet entstand ihm (Stephanus) die Kraft, das Martyrium zu erleiden. Wir müssen eindringlich zum Heiligen Geist beten, dass er die Gabe der Seelenstärke über uns ausgieße, die unsere Ängste, unsere Schwächen, unsere Kleinheiten heilt und unser Herz weitet…“

 Du bist der Herr, der mein Haupt erhebt
Du bist der Herr, der mein Haupt erhebt,
du bist die Kraft, die mein Herz belebt.
Du bist die Stimme, die mich ruft, du gibst mir Rückenwind.
Du flößt mir Vertrauen ein, treibst meine Ängste aus.
Du glaubst an mich, traust mir was zu und forderst mich heraus.
Deine Liebe ist ein Wasserfall auf meinem Wüstensand
und wenn ich mir nicht sicher bin, führt mich deine Hand.
Wind des Herrn, weh in meinem Leben, Geist des Herrn, fach das Feuer an.
Wind des Herrn, du hast mir Kraft gegeben, Geist des Herrn, sei mir Rückenwind.
(Text: Martin Pepper, LW 599)

Segen

Der Herr segne uns.
Der Herr halte schützend seine Hand über uns.
Der Herr gebe uns Kraft, Hoffnung und Trost.
Der Herr lasse uns nicht aus den Augen,
er, der Vater und Sohn und der Heilige Geist. Amen.

(Patricia Sorek)