Andacht zum Mittwoch, 24. März 2021

Song: „Führ mich an dein Kreuz“

(Text & Melodie: Brooke Fraser / Deutsch: Mia und Juri Friesen, Benjamin Schuhmacher, Lilly Minnich)

https://www.youtube.com/watch?v=CvoYa3k8OhA

An deinem Kreuz
Wird mein Herz still,
Denn du Herr,
Sahst meine Schuld,
Nahmst sie auf dich,
Durch dein Blut.

Alles, was mir wertvoll war,
Bedeutet mir nichts mehr.

Führ mich an dein Kreuz,
Wo die Liebe floss.
Lass mich vor dir knien,
Nimm mein Leben hin.
Mache mich ganz neu,
Ich gehöre dir.
Und führ mich,
Führ mich an dein Kreuz.
Du warst mir gleich,
Als Mensch versucht,
Und doch Gott.
Das Wort wurde Fleisch,
Trug meine Schuld
Und besiegte den Tod.


Alles, was mir wertvoll war,


An dein Herz,
An dein Herz,
Führ mich an dein Herz.
Führ mich an dein Herz.
An dein Herz,
An dein Herz,
Führ mich an dein Herz.
Führ mich an dein Herz.

Führ mich an dein Kreuz,

Führ mich an dein Kreuz.
An dein Kreuz.
An dein Kreuz.
 

In diesen Tagen bereiten wir uns auf den Weg Jesu zum Kreuz vor. Das ist etwas, was uns, wenn wir es wirklich an uns heranlassen, das Herz brechen muss. Unser Retter geht in den Tod. Und trotzdem können wir bitten „Führ mich an dein Kreuz“, weil wir wissen, dass dort mehr geschieht als das Schreckliche. Aus der Bluttat kommt das neue, großartige, atemberaubende Leben.

Die drei Männer im heutigen Bibeltext aus dem Ersten Testament hatten diese Perspektive nicht –  aber den Glauben. Den festen Glauben an ihren Gott. Wie Jesus gingen sie in diesem Glauben und mit starkem Selbstbewusstsein in den sicher geglaubten Tod. Lesen wir ihre Geschichte.

Dan 3, 14-21.49.91-92.95

In jenen Tagen

14sprach König Nebukadnezzar: Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego: Ihr verehrt meine Götter nicht und betet das goldene Standbild nicht an, das ich errichtet habe?

15Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört, sofort niederzufallen und das Standbild anzubeten, das ich habe machen lassen, ist es gut; betet ihr es aber nicht an, dann werdet ihr noch zur selben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen. Welcher Gott kann euch dann aus meiner Gewalt erretten?

16Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten:

17Wenn überhaupt jemand, so kann nur unser Gott, den wir verehren, uns erretten; auch aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, kann er uns retten.

18Tut er es aber nicht, so sollst du, König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast.

19Da wurde Nebukadnezzar wütend; sein Gesicht verzerrte sich vor Zorn über Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er ließ den Ofen siebenmal stärker heizen, als man ihn gewöhnlich heizte.

20Dann befahl er, einige der stärksten Männer aus seinem Heer sollten Schadrach, Meschach und Abed-Nego fesseln und in den glühenden Feuerofen werfen.

21Da wurden die Männer, wie sie waren – in ihren Mänteln, Röcken und Mützen und den übrigen Kleidungsstücken – gefesselt und in den glühenden Feuerofen geworfen.

49Aber der Engel des Herrn war zusammen mit Asarja und seinen Gefährten in den Ofen hinabgestiegen. Er trieb die Flammen des Feuers aus dem Ofen hinaus

91Da erschrak der König Nebukadnezzar; er sprang auf und fragte seine Räte: Haben wir nicht drei Männer gefesselt ins Feuer geworfen? Sie gaben dem König zur Antwort: Gewiss, König!

92Er erwiderte: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen. Sie sind unversehrt, und der vierte sieht aus wie ein Göttersohn.

95Da rief Nebukadnezzar aus: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos. Denn er hat seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet. Im Vertrauen auf ihn haben sie lieber den Befehl des Königs missachtet und ihr Leben dahingegeben, als dass sie irgendeinen anderen als ihren eigenen Gott verehrten und anbeteten.

 

Mit einigen Fragen können wir diesem Text in der Stille nachgehen:

Nebukadnezzar fragt die drei Männer: „Welcher Gott kann euch dann retten?“ – Welcher Gott kann mich retten?
Selbst wenn ihr Gott sie nicht retten sollte, werden sie das Standbild des Königs nicht anbeten.  –Wie stark ist mein Glaube an Gott, wenn er sich nicht zeigt?
Gottes Engel stieg mit in den Feuerofen hinab. – In welchen Tiefen meines Lebens habe ich einen Engel gespürt?

 

Mit großer Kraft, die nur von Gott kommen kann, haben Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu ihrem Glauben gestanden. Wir dürfen es unter vermutlich weniger dramatischen Umständen tun und ganz frei das folgende Lied als Glaubensbekenntnis hören und vielleicht auch mitsingen.

Song „So bist nur du“

(Text & Melodie: Matt Redman, Jonas Myrin, Chris Tomlin und Jesse Reeves / Deutsch: Albert Frey, Arne Kopfermann)

https://www.youtube.com/watch?v=qW5E2X7Gndo

Wasser wird Wein, Blinde seh’n
Brot wird vermehrt, Lahme geh’n
So bist nur Du Herr, Du allein
Licht scheint in dunkelste Nacht
Armen wird Hoffnung gebracht
So bist nur Du Herr, Du allein
 Gott, Du bist größer
Gott, Du bist stärker
Gott, Du stehst höher als alles and’re
Gott, unser Heiler, starker Befreier
So bist – nur Du, nur Du
 
Und steht uns Gott zur Seite
Was kann uns jemals hindern?
Und steht uns Gott zur Seite
Wer kann uns widersteh’n?
Und steht uns Gott zur Seite
Was kann uns jemals hindern?
Und steht uns Gott zur Seite
Wer kann uns widersteh’n?
Wer kann uns widersteh’n?
 Gott, Du bist groesser
Gott, Du bist staerker
Gott, Du stehst hoeher als alles and’re
Gott, unser Heiler, starker Befreier
So bist – nur Du

Wir können Gott danken, dass wir trotz allem glauben dürfen – mal mehr und manchmal weniger.

Schadrach, Meschach und Abed-Nego und dann vor allem Jesus können uns Kraft geben für das „weniger“, gerade in diesen Zeiten, wo sich unser Leben manchmal auch wie eine große Prüfung anfühlt. Sie zeigen uns: Gott ist größer!

 

Mit diesen Gedanken und dem Segen gehen wir in diesen Tag:

Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht auf uns leuchten und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

Amen.

 

Feuer

(Rechte am Bild: © Gerd Altmann/ pixabay.com)
(für die Andacht insgesamt: Antonia Kirtzel)