Liturgischer Impuls am Mittwoch, 8. Dezember 2021

Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Ein Mädchen wird geboren werden, es wird ganz anders sein, befreit von Sünden. Es ist erwählt von Gott. Ja, Großes hat er vor mit ihr – Gottesgebärerin wird sie sein. – Genau dies feiern wir heute: „Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“

Evangelium
„Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret 27 zu einer Jungfrau gesandt. …
https://www.bibleserver.com/EU/Lukas1%2C26-38
… Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.“

Impuls
Maria, die frei von der Sünde ist, trägt bei, der Welt ihre Erlösung und Heilung zu bringen. Sie ist nicht nur voll der Gnade, ja, auch durchströmt von Gottes Liebe und seiner Gunst. Maria ist berufen, Christus zu empfangen, in Liebe da zu sein. Sie öffnet sich der Botschaft des Engels und sagt vorbehaltlos „Ja“ zu Gottes Plan. Ihr Leben richtet Maria danach aus, geht mit ihm voll Vertrauen durch Freude, aber auch durch unermessliches Leid.

Wir bewegen uns in unserem Leben immer wieder zwischen Fallstricken, kommen ins Straucheln, ja, wir sind nicht frei von Fehlern, entfernen uns von Gott und verletzen damit auch andere. Was wir von Maria lernen können, ist, die Menschen zu lieben, ihnen Würde zu verleihen und Heilung zu bringen. Dies kann ganz verschieden aussehen, sei es für einen anderen zu beten oder jemandem Zeit zu schenken.

So wie Maria sind auch wir berufen von Gott. Doch vernehmen wir seinen Ruf? Wenn wir Mut haben, uns seiner Stimme zu öffnen, seine Worte im Herzen bewegen und „Ja“ sagen, so werden wir sicher Gnade erfahren und voll Vertrauen den Weg des Lebens gehen.

Lied
1. Mit dir, Maria, singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit;
uns trägt die Hoffnung, die du trugst: Es kommt der Tag, der uns befreit.

2. Hell strahlt dein Licht durch jede Nacht: Ich preise Gott: MAGNIFICAT.
Himmel und Erd er hat gemacht, mein Gott, der mich erhoben hat.

3. Du weißt um Tränen, Kreuz und Leid. Du weißt, was Menschen beugt und biegt.
Doch du besingst den, der befreit, weißt, dass das Leben letztlich siegt.

4. Dein Jubel steckt auch heute an. Österlich klingt er Ton um Ton.
Großes hat Gott an dir getan. Großes wirkt unter uns dein Sohn.

5. Hell strahlt dein Lied durch jede Nacht, pflanzt fort die Lebensmelodie:
Es kommt, der satt und fröhlich macht, der deinem Lied den Glanz verlieh.

6. Mit dir, Maria, singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit.
Uns trägt die Hoffnung, die du trugst: Es kommt der Tag, der uns befreit.

Gebet
Gott, du hast nur nicht Maria als Segensbringerin erwählt, sondern auch uns. Du willst nicht nur durch Maria in die Welt kommen, sondern auch durch uns. Gib uns den Mut, dass wir uns trauen „Ja“ zu sagen wie Maria und die Kraft dies im Alltag zu leben.

Bleiben Sie an diesem Tag adventlich behütet mit Maria.
Dorit Nitsche

(Impuls: Dorit Nitsche
Text des Liedes: nach Eugen Eckert. 1994; M: GL 229 oder GL 220
https://pilgern.bistumlimburg.de/beitrag/marienstatt/
https://www.katholisch.de/artikel/17584-mit-dir-maria-singen-wir-das-oekumenische-marienlied)