Gott Suchen

 

Wir beginnen

+ im Namen des Vaters, der schon immer da war,
+ im Namen der Sohnes, den die Menschen suchen und der sich von ihnen finden lässt und
+ im Namen des Heiligen Geistes, der uns bei der Suche beisteht.

Amen

 

Lied: Suchen und Fragen (GL 457)

1Suchen und fragen, hoffen und sehn,
miteinander glauben und sich verstehn,
lachen, sich öffnen, tanzen befrein,
so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.
So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.

2Klagende hören, Trauernde sehn,
aneinander glauben und sich verstehn,
auf unsre Armut lässt Gott sich ein,
so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.
So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.

3Planen und bauen, Neuland begehn,
aneinander glauben und sich verstehn,
leben für viele, Brot sein und Wein,
so spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.
So spricht Gott sein Ja, so stirbt unser Nein.

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (Joh 6, 22-29)

In jener Zeit

22sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.

23Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.

24Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.

25Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?

26Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.

27Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.

28Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?

29Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

 

Impuls:

Immer wieder wird in den Evangelien berichtet, dass die Menschen Jesus suchen. Er hat sie beeindruckt. Einmal sollen es sogar 5000 gewesen sein. Und alle sind damals satt geworden. Deshalb kommen sie nun wieder an diesen Ort und weil Jesus nicht da ist, suchen sie ihn entlang des ganzen Sees.

Wie ist das mit mir?

Suche ich Jesus?

Ist meine Suche dauerhaft, oder gebe ich schnell auf, wenn ich ihn nicht gleich finde?

Warum suche ich ihn?

Erwarte ich, oberflächlich gesättigt zu werden, oder ist meine Suche tiefer? Ist es ein irdisches Verlangen, oder will ich mich ganz auf ihn einlassen?

Und dann ist da noch die Frage, was muss ich tun …?

Eigentlich ist es so einfach und doch fällt es mir oft so schwer: Ich muss nichts tun, außer ihm zu vertrauen und an ihn zu glauben, daran, dass seine große Gnade auch mich trägt.

Das ist großartig!

Halleluja!

 

Gebet:

Herr Jesus Christus, Du Brot des Lebens,
stille nicht nur unseren irdischen Hunger sondern sättige uns mit Deinem Wort,
damit wir uns gestärkt auf den Weg begeben können,
zu den Menschen, zu denen wir gerufen sind und zu Dir in Deine ewige Herrlichkeit.

Amen

 

Lied: Triumph, der Tod ist überwunden! (GL 764)

1Triumph, der Tod ist überwunden!
Zum Leben der Unsterblichkeit
ist selbst durchs Grab der Weg gefunden.
Bekenner Jesus, singt erfreut:
Halleluja, halleluja!

3Verschwunden sind des Grabes Schrecken,
wir rufen: “Tod, wo ist dein Sieg?“
Auch uns wird Jesus auferwecken,
der siegend seinem Grab entstieg.
Halleluja, Halleluja!

6Steht auf, ihr Toten!
Neues Leben gibt euch der Ewge, der Euch schuf!
So hallt, dass Erd und Himmel beben,
einst der Posaunen mächtger Ruf.
Halleluja, Halleluja!

 
 

(Text und Foto: Martin Geibel)