Liturgischer Impuls am Montag, 22. Februar 2021

In den Tagen auf Ostern hin möchte ich Sie einladen zum Innehalten und Nachdenken über unser Sein, jeden Montag aufs Neue unter dem Thema „Auf gutem Grund gebaut“. Oft bleibt im Alltag nicht viel Zeit dafür, aber vielleicht kann die Fastenzeit Raum und Zeit schaffen.

Heute soll die Frage im Mittelpunkt stehen: Was ist mein Lebensgrund?

Gebet

Herr, du Quelle des Lebens, du unser Lebensgrund, du hast uns in die Welt berufen. Wir treten vor dich, um mit dir ins Gespräch zu kommen. Öffne du unsere Ohren und unser Herz für deine Worte.

Lied                 O Jesu, all mein Leben bist du (GL 377)

Text in Anlehnung an die Bibelstelle (Jesus Sirach 17,1-15)

Geschaffen hast du mich nach deinem Bilde
Augen, Herz und Ohren hast du mir gegeben
Geschenkt bekommen habe ich Freiheit, Wissen, Einsicht
Ich darf die Welt gestalten,
die Kraft dafür hast du mir gegeben
Gelehrt hast du mich, Recht und Unrecht zu erkennen
und deinen Rat zu folgen
Ein Band hast du geknüpft zwischen dir und mir
für immer und ewig
Groß bist du und gewaltig ist deine Schöpfung
darum will ich dich loben

Impuls

Wir sind nicht nur durch unsere Eltern ins Leben getreten, sondern wir sind auch von Gott in diese Welt gerufen. An verschiedenen Stellen der Bibel klingt dies hindurch, wie etwa „…dein Name ist in meine Hand geschrieben…“. In der heutigen Schriftstelle von Jesus Sirach können wir dies  auch hören. Beide Schöpfungsberichte sind hier zusammengefasst, ja mit einander verwoben. Mit dem „in die Welt berufen sein“ beginnt für uns eine großartige Beziehung zwischen uns und Gott. Wir dürfen uns bedingungslos geliebt fühlen, einfach so. Die Beziehung von Gott zu uns ist geprägt von Sorge, Ermutigung, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Er schenkt uns Freiheit. Was für eine Zusage an uns – was kann daraus alles erwachsen?

Gott gibt uns einen Platz in der Welt. Wir sind eingeladen, als seine Geschöpfe die Welt zu gestalten. Er traut es uns auch zu, weil wir seine Geschöpfe sind. Dafür hat er uns mit seinen Gaben beschenkt.

Fragen

  • Warum bin ich in der Welt?
  • Worin sehe ich meinen Lebensgrund?
  • Was macht mein Dasein im Hier und Heute aus?

Lied     Nun danket alle Gott mit Herzen Mund und Händen (GL 403)

Gebet

Herr, du hast uns das Leben geschenkt, dafür danken wir dir. Herr, wir dürfen auf dich vertrauen und daraus immer wieder neu Kraft für unser Handeln in der Welt schöpfen. Wir haben dein Wort gehört und im Herzen bewegt, lass es in uns lebendig bleiben. So bitten wir dich, Herr, schenke uns deinen Segen. Im Namen des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geist – Amen.

(Bilder und Texte: Dorit Nitsche)