Liturgischer Impuls am Montag, 29. März 2021

„Auf gutem Grund gebaut“ – mit Christus verbunden sein, darüber haben wir in den vergangenen Wochen nachgedacht und erfahren dürfen, dass dies etwas Tragendes für uns sein kann, auch wenn wir es nicht immer spüren können. Wir stehen am Beginn der Heiligen Woche, die geprägt ist von sehr dichtem Leben: Jesus zieht als König nach Jerusalem, er feiert das Abendmahl, wird gefangengenommen und gekreuzigt. Da berühren sich Leben und Tod. Auch in unserem Leben gibt es solche „Kar-Momente“.

Kreuz

Lied                 „Zeige uns, Herr, deine Allmacht und Güte“ (GL 272)

Gebet

Hier bin ich, Herr, ich wende mich dir zu. Du bist zu uns gekommen, bist Mensch geworden, hast für uns das Kreuz getragen und hast den Tod durchschritten, um zu neuem Leben zu gelangen. Lass uns dir nachfolgen und Anteil haben an der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Text in Anlehnung an die Bibelstelle 2. Brief an die Korinther Kapitel 5, 14-21

er der da kam zu uns
umarmt uns mit Liebe
für uns ist er gestorben
altes ist vergangen
neues ist geworden
gestorben und auferweckt
daran Anteil haben
in Christus ein neues Geschöpf sein
Versöhnung erfahren

Impuls

Manchmal da lastet eine Menge auf meinen Schultern, fast wie ein Kreuz. Mein Leben kann aber auch einem steinigen Weg oder einem Scherbenhaufen gleichen. In Momenten der Trostlosigkeit und der Gottferne, da stelle ich mir die Fragen: Mein Gott, wo bist du? –  Warum hast du mich verlassen? Da, wo das Geborgensein in dir verlorengegangen ist, da tut es Not, Heil zu erfahren.

Im Alltag gibt es Zeiten, da habe ich das Gefühl mich von Gott entfernt zu haben. Ich bin begrenzt in meinem Sein, da sehe ich nur mich, da nehme ich den Anderen und mein Umfeld um mich herum nicht wahr, da mache ich Fehler, verursache ich Leid und werde schuldig, da tut es Not, Vergebung zu erfahren.

Du trägst mich mit durch das Leid hin zur Auferstehung. Da ist Hoffnung, da ist Auferstehung, da wird neues Leben möglich.

Fragen

  • Wo habe ich mich von Dir entfernt – wo tut Versöhnung not?
  • Wo habe ich Karfreitagsmomente erlebt?
  • Wo habe ich davon Befreiung erfahren dürfen?

Lied                „Bekehre uns, vergib die Sünde“ (GL 266)

Gebet

Mir ist ein Stein
vom Herzen genommen:
Meine Hoffnung,
die ich begrub
ist auferstanden.
Wie er gesagt hat.
Er lebt – er lebt.
Er geht mir voraus!

Ich fragte:
Wer wird mir
den Stein wegwälzen
von dem Grab
meiner Hoffnung?
Den Stein
von meinem Herzen?
Diesen schweren Stein?

Mir ist ein Stein
vom Herzen genommen:
Meine Hoffnung,
die ich begrub
ist auferstanden.
Wie er gesagt hat.
Er lebt – er lebt.
Er geht mir voraus!

(Gebet von Lothar Zenetti)
(Bild und Texte von Dorit Nitsche)