Liturgischer Impuls am Montag, 3.1.2022

Lied zur Eröffnung: Morgenstern der finstern Nacht (GL 372)

1. Morgenstern der finstern Nacht,
der die Welt voll Freuden macht,
Jesu mein,
komm herein,
leucht‘ in meines Herzens Schrein.

2. Schau, dein Himmel ist in mir,
er begehrt dich, seine Zier.
Säume nicht,
o mein Licht,
komm, komm, eh der Tag anbricht.

3. Deines Glanzes Herrlichkeit
übertrifft die Sonne weit;
du allein,
Jesu mein,
bist, was tausend Sonnen sein.

 

Wir beginnen unseren liturgischen Impuls
+ Im Namen des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Amen.

 

Als Sohn ist Gott Mensch geworden und hat auch einen Namen erhalten.
So trägt der Engel dem Josef in einer Erscheinung auf  (Mt 1,21):
Maria wird einen Sohn gebären,
ihm sollst du den Namen Jesus geben,

denn er wird sein Volk von seinen Sünden erretten.

Die hebräische Form des Namens lautet: JESHUA.
Das bedeutet übersetzt: Gott rettet!
Sein Name ist Programm:
Jesus ist für uns der Retter, der Erlöser, der Heiland geworden.

Die Buchstaben des Jesus-Monogramms IHS
sind eigentlich die Anfangsbuchstaben der griechischen Schreibweise von „Jesus“
und waren das verschlüsselte Erkennungszeichen der verfolgten Christen.
Sie werden unter anderem aber auch als Abkürzung angesehen für die lateinischen Worte:
Iesus Hominum Salvator (Jesus Erlöser der Menschheit)
oder auf deutsch:
Jesus, Heiland, Seligmacher.

Paulus schreibt  (Phil 2,9-11):
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt „Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.

So feiert die Katholische Kirche am dritten Januar das Fest Heiligster Name Jesu.

 

Deshalb lade ich Sie heute ein, die Jesus Litanei zu beten oder zu singen (GL 561)

Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes: Kyrie, eleison.
Jesus, du unser Heiland
Jesus, du unsere Hoffnung
Jesus, du unsere Erlösung
Jesus, du Bruder der Menschen
Jesus, du Freund der Sünder
Jesus, du Hilfe der Kranken
Jesus, du guter Hirte
Jesus, du Stifter des Friedens
Jesus, du Trost der Trauernden
Jesus, du Zuflucht der Verfolgten
Jesus, du Brot, von dem wir leben
Jesus, du Licht, durch das wir sehen
Jesus, du Weg, auf dem wir gehen.

 

Aus Dankbarkeit für all diese Wohltaten können wir singen (GL 367):

Jesus, dir leb‘ ich.
Jesus, dir sterb‘ ich.
Jesus, dein bin ich
Im Leben und im Tod.

 
Ein meditativer Zugang zu Jesus ist das kurze Jesus Gebet, indem wir es ständig wiederholen;
dabei atmen wir im ersten Teil ein und im zweiten Teil aus.
Der zweite Teil kann auch variiert werden:

„Herr Jesus Christus, erbarme Dich meiner.“

Johann Sebastian Bach hat den Choral „Jesus, meine Freude“ in einer Motette (BWV 227) ausgestaltet.
Wenn Sie Zeit haben, gönnen Sie sich einmal diese Motette:
https://www.youtube.com/watch?v=WVmWzPmS8wo

 

Segensbitte:

Herr Jesus Christus, heute gedenken wir deinem Namen.
Du bist unsere Rettung.
Deshalb bitten wir um Deinen Segen,
jetzt und in aller Ewigkeit.
Amen.

 

Schlusslied: O Jesu (GL 377)

1. O Jesu, all mein Leben bist du, ohne dich nur Tod.
Meine Nahrung bist du, ohne dich nur Not.
Meine Freude bist du, ohne dich nur Leid.
Meine Ruhe bist du, ohne dich nur Streit, o Jesu!

2. O Jesu, all mein Glaube bist du, Ursprung allen Lichts.
Meine Hoffnung bist du, Heiland des Gerichts.
Meine Liebe bist du, Trost und Seligkeit.
all mein Leben bist du, Gott der Herrlichkeit, o Jesu!

 

(Text und Bild: Martin Geibel)