Liturgischer Impuls am Sonnabend, 18. Dezember

Wurzel

Die Adventszeit schreitet voran. Halte ich immer Schritt oder bin ich doch in den Alltäglichkeiten gefangen? Vielleicht kann ich mich in dem Lied „O Heiland, reiß die Himmel auf“ wiederfinden und der Hoffnung auf den Kommenden Ausdruck verleihen, auch wenn hier auf Erden noch nicht alles bereit ist für das Weihnachtsfest.

Lied:  „O Heiland, reiß die Himmel auf“ (Gotteslob 231)

Lesung aus dem Buch Jeremia (23, 5-8)
„Siehe, Tage kommen – Spruch des HERRN -, da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. … https://www.bibleserver.com/EU/Jeremia23%2C5-8 … Dann werden sie auf ihrem eigenen Boden wohnen.“

Impuls
Das Volk Juda wurde bedroht und nach Babylon verschleppt. Jeremia spricht in jenen Tagen: Ein neuer König wird kommen, der für sein Volk sorgt und mit Umsicht regiert. So wie aus einer alten Wurzel ein neuer Zweig heraustreibt, so wird ein neuer König aus dem Stamm Davids hervorkommen. Er will uns Gehilfe sein und uns herausführen aus all der Bedrängnis. – Welch hoffnungsvolle Worte.

Gibt es nicht auch in meinem Leben Momente, wo ich Bedrohliches oder Verletzendes erfahren habe, wo es alles andere als gerecht zuging? Manchmal stellt sich da auch die Frage: Wie soll ich Zuversicht haben?

Christus will unser Helfer sein, ist der Bringer von Frieden und Gerechtigkeit. Es geht um einen, der kommen wird, der das Rechte tut, Dinge richtig macht oder Krummes aufrichtet, der Frieden stiftet, wo Zwietracht ist.

Dies richtet sich auch an mich, es ist eine Zusage an mich, er wird mich in meinen Kümmernissen aufrichten, er wird Frieden in mir wachsen lassen, wo ich in mir Unfrieden spüre. Gott wird mich herausholen aus meinen Bedrängnissen, doch wie genau, das ist nicht klar – sicher ganz anders, als wir uns dies vorstellen.

In der Welt um uns herum ist an vielen Stellen nichts von Frieden und Gerechtigkeit zu spüren, aber vielleicht können wir, die wir Gerechtigkeit erfahren haben, diese in die Welt tragen. Sei es in meinem Beten für Gerechtigkeit, in meinem Handeln oder indem ich ein Zeichen setze, wie etwa das kommende Friedenslicht zu teilen.

Gebet
In diesen adventlichen Tagen hoffen wir auf Christus, den Bringer von Gerechtigkeit. Lass uns teilhaben an deiner Gerechtigkeit. Richte uns auf, wo wir krumm sind und gib uns die Kraft, Gerechtigkeit in die Welt hineinzutragen.

Lied   Sonne der Gerechtigkeit (Gotteslob 481)

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag mit adventlichen Momenten.

Dorit Nitsche