Liturgischer Impuls am Sonntag, den 25.April 2021

Morgensegen

Das ist der Kreis der Stunden, die vor mir liegen. Dies ist mein Tag.
Ich strecke mich hoch und bitte um den Segen von oben.
Ich beuge mich tief und bitte um den Segen der Erde.
Ich nehme diese Gaben dankbar an
und öffne mein Herz.
Was gestern war, liegt hinter mir.
Was heute kommt, liegt vor mir.
Ich wende mich dem zu, auf das ich mich freue,
und auch dem, das mir unerwartet begegnet.
Möge mein Tag gelingen.

(Gernot Candolini)

 

Tagesevangelium Joh 10,11-18

„Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“

Impuls:
Ein guter Hirt kann nur der sein, der die ihm Anvertrauten gut kennt. Der Hirte tritt mit ihnen in Beziehung, lernt sie kennen, lebt mit ihnen zusammen, interessiert sich für sie, fragt sie nach ihren Hoffnungen und Ängsten. Genauso muss der gute Hirt offen sein für die ihm Anvertrauten, damit sie ihn kennenlernen können, damit ihre Beziehung von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis geprägt wird. Nur so können die Anvertrauten dem Hirten am Herzen liegen, nur so setzt er sich ein für sie, wenn sie in Bedrängnis kommen.
Immer wenn wir dem Leben zum Wachsen verhelfen, sind wir gute Hirten. Wenn wir uns für andere einsetzen und Verantwortung übernehmen, wenn wir ihnen Gutes tun und Gutes zusprechen.
Unser Vater im Himmel wird uns dafür die Kraft geben und uns mit seiner Heiligen Geistkraft beschenken. Er ist der gute Hirte für uns.

 

Du selbst willst die Schafe weiden, der gute Hirte bist Du,
denn Du suchst die verlorenen Menschen und führst sie zurück.
Du willst das Verwundete heilen, das Schwache richtest Du auf;
denn nur Du kannst das Joch zerbrechen nur Du setzest frei.
Jesus, Friedensfürst, füll‘ mein Leben vollständig aus.
Sei mein Hirte, ich will nah bei Dir sein.
(Bene Müller)

 

Segen
Gott, segne uns mit Deinem Geist, der uns Grenzen überwinden lässt.
Segne uns mit Deinem Geist, der uns das Richtige erkennen lässt.
Segne uns mit Deinem Geist, der uns öffnet für Dich und die Menschen.
Segne uns mit Deinem Geist, der uns lehrt, Dich und die Menschen und alles, was du geschaffen hast, zu lieben.
Segne uns mit Deinem Geist, der uns sicher führt. Amen

Erstellt: Patricia Sorek

(Ute Quaing, https://www.pfarrbriefservice.de/image/grasende-schafe)

(Friedbert Simon, https://www.pfarrbriefservice.de/image/hirte-mit-hirtenstab)