Liturgischer Impuls zum Jahreswechsel, 31.12.2021

Eingangslied: Meine Zeit steht in deinen Händen (GL 799)

KV: Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

1. Sorgen quälen und werden mir zu groß.
Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?
Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los.
Vater, du wirst bei mir sein. (KV)

2. Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr ich rufe: Komm und mach mich frei!
Führe du mich Schritt für Schritt. (KV)

3. Es gibt Tage die bleiben ohne Sinn.
Hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
und ich frag, wo sie geblieben sind. (KV)

Gedanke zur Jahreswende:

Das alte Jahr geht zu Ende
und Gott, war immer an unserer Seite.

Das neue Jahr kommt unaufhaltsam.
Wir wissen noch nicht, was auf uns zukommt,
aber Gott bleibt bei uns heute und alle Tage bis in Ewigkeit.

Unsere Zeit liegt in seinen Händen.

In seinem Namen wollen wir zum Jahresende noch einmal innehalten:

+Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Auch das Jahr 2021 war wieder vom Virus geprägt
und doch hat uns dieses vergangene Jahr noch so viel mehr beschert:
– Glückliche Momente und Schweres,
– Kommen und Gehen,
– Frustration und Hoffnung
. . .

Lassen Sie es noch einmal Revue passieren:
– Was hatte ich mir für das Jahr 2021 vorgenommen?
– Was ist daraus geworden?
– Welche Menschen sind mir begegnet?
– Vom wem musste ich Abschied nehmen?
– Was ist mit schwer gefallen, was hat mich belastet?
– Was hat Gott mir Schönes geschenkt?
– Welche neuen Perspektiven haben sich aufgetan?

Alles Schwere wollen wir zurück in Gottes Hände legen.
Doch wir wollen Gott auch danken für all das Schöne,
das wir in diesem Jahr erleben durften.

Gebet:

Gütiger Gott, dankbar vertrauen wir uns Dir an mit jedem Tag unseres Lebens –
so auch mit diesem zu Ende gehenden Jahr.
Wir wollen bewusst mit diesem Jahr Frieden schließen
und legen es zurück in Deine Hände mit allem, was da war.
Wir leben auch jetzt am Übergang vom alten zum neuen Jahr ganz in deiner Gegenwart.
Dafür danken wir Dir durch Christus, unseren Freund und Bruder.
Amen.

Psalm 66: Dank für Gottes Rettungstaten

1 Jauchzt Gott zu, alle Länder der Erde!

2 Spielt zur Ehre seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!

3 Sagt zu Gott: Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten;
vor deiner gewaltigen Macht müssen die Feinde sich beugen.

4 Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!

5 Kommt und seht die Taten Gottes!
Ehrfurcht gebietend ist sein Tun an den Menschen:

6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schreiten zu Fuß durch den Strom;
dort wollen wir uns über ihn freuen.

7 In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.
Die Aufsässigen können sich gegen ihn nicht erheben.

8 Preist unseren Gott, ihr Völker,
lasst laut sein Lob erschallen!

9 Er erhielt uns am Leben
und ließ unseren Fuß nicht wanken.

10 Ja, du hast, Gott, uns geprüft
und uns geläutert, wie man Silber läutert.

11 Du brachtest uns in schwere Bedrängnis
und legtest uns eine drückende Last auf die Schulter.

12 Du ließest Menschen über unsere Köpfe schreiten.
Wir gingen durch Feuer und Wasser,
doch du hast uns herausgeführt, hin zur Fülle.

16 Alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.

In unseren Fürbitten nehmen wir das Jahr in unserer Pfarrei in den Blick:

– Wir bitten für die 29 Neugetauften, dass sie sich ihr Leben lang in Dir geborgen fühlen,
und für uns alle, dass wir uns immer unserer Taufberufung bewusst sind.
– Lasse die 43 Erstkommunionkinder des vergangenen Jahres stets Deine Nähe spüren.
– Sende den 31 Jugendlichen, die in unserer Pfarrei gefirmt wurden,
dass der Heilige Geist sie weiterhin begeistert und ihnen ihren Lebensweg weist.
– Wir bitten für die 19 neuvermählten Ehepaare,
dass sie im gegenseitigen Respekt und Achtung in ihrer Liebe und Partnerschaft wachsen.
– Stehe den 220 Menschen aus unserer Pfarrei, die im vergangenen Jahr aus der Kirche ausgetreten sind, auch weiterhin bei und begleite sie auf ihrem Lebensweg.
– Im vergangenen Jahr waren in unserer Pfarrei 14 Beerdigungen.
Weltweit sind im vergangenen Jahr mehr als 5,5 Millionen Menschen an oder mit Covid 19 gestorben und alleine in Deutschland waren es 78864 Menschen. Wir bitten für alle Verstorbenen, nimm sie in Deine ewige Herrlichkeit auf und tröste ihre Hinterbliebenen.

Nun können Sie gerne auch noch Ihre ganz persönliche Bitten anfügen.

All das, was uns auf dem Herzen liegt,
fassen wir zusammen im Gebet, das uns der Herr gelehrt hat:
Vater unser …

Segen:

Der Herr segne und behüte uns
in allen Tagen des neuen Jahres,
in allem Wunderbaren wie in allem Schweren.
Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten
besonders wenn es dunkel um uns wird.
Der Herr wende uns sein Antlitz zu
und schenke uns seinen Frieden:
+ Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Schlusslied: Bewahre uns Gott, behüte uns Gott (GL 453)

1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen,

2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,

3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen,

4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.

(Foto: Martin Geibel
Text: Martin Geibel unter Verwendung von Elementen von
Christiane Breuer aus: https://www.wortgottesfeiern.de/inhalte.php?jahrgang=2020&ausgabe=6&artikel=4)