Renovabis Pfingstaktion 2021

DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung

Die Pfingstaktion 2021 nimmt eine global drängende Thematik in den Blick: die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit und damit unsere christliche Verantwortung für die Schöpfung. Alle Menschen wollen und sollen auf dieser Erde gut leben können. Eine Voraussetzung hierfür ist – neben vielen anderen –, dass wir den Reichtum und die Verletzlichkeit unserer Schöpfung erkennen und dass wir uns für die Bewahrung der Schöpfung verantwortlich fühlen.

Schöpfungsverantwortung in den Partnerkirchen und in der Renovabis-Projektarbeit

Unsere Verantwortung für die Schöpfung hat insbesondere in den Kirchen des christlichen Ostens im Bekenntnis an „Gott, den Schöpfer des Himmels und Erde“ eine spirituelle Verwurzelung. Davon ausgehend übt die Sozialdoktrin der Russisch-Orthodoxen Kirche deutliche Kritik am Lebensstil eines grenzenlosen Ressourcenverbrauchs mit der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen als Folge. Sie legt den Fokus auf die Ganzheitlichkeit von Gottes Schöpfung und betont die Wechselbeziehungen zwischen Mensch(heit) und Ökologie.

Umweltbildung in den Projekten von Renovabis

In den von Renovabis geförderten Projekten spielt ökologisches Verhalten in der Regel im Kontext von Kostenersparnis eine Rolle. In einigen Ländern wird energie- und ressourcenschonendes Bauen und Renovieren öffentlich gefördert bzw. wird dies in den EU-Mitgliedsländern durch entsprechende Gesetzte verbindlich geregelt. Vereinzelt gibt es Programme zur Stärkung von Umweltbildung (vgl. Umweltbeauftragte der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Programme in Kosovo und Bulgarien, Öko-soziales Forum in Ungarn u.a.m.). „Laudato sí“ hat im Leben von Gemeinden und kirchlichen Netzwerken inzwischen durchaus eine beachtliche Rezeption gefunden. Konsequentes Eintreten für eine ökologische Lebensweise wird jedoch weniger als Forderung an Politik und Wirtschaft formuliert, sondern eher in der Verantwortung der Gemeinden gesehen: Der Aspekt von persönlicher und gemeinschaftlicher Umkehr steht hier im Vordergrund.

Spendenaufruf zur Renovabis-Kollekte

Zusammenhalten und miteinander solidarisch sein – wir spüren in diesen Monaten in den Pfarreien und auch in der weltkirchlichen Gemeinschaft, wie wichtig diese Einstellung ist. Die Renovabis-Pfingstaktion ist ein Zeichen dieser Solidarität und die Kollekte am Pfingstsonntag eine wichtige Säule der Arbeit dieses Hilfswerks. Die Folgen des Corona-Virus gefährden jedoch erneut die Kollekte.
Die Zahl der Gottesdienstbesucher bleibt weiterhin eingeschränkt. Dennoch geht die Arbeit in den Hilfsprojekten in Osteuropa weiter. Dort nehmen viele der Renovabis-Partner gerade eine umfassende soziale und ökologische Krise wahr. Sie kann nur gelöst werden, wenn ganzheitlich die verschiedenen Probleme wie Armutsbekämpfung, die Achtung der Menschenwürde von Randgruppen oder der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in den Blick genommen werden. Letztere wurden in kommunistischer Zeit und großenteils bis heute rücksichtslos ausgebeutet,
Nachhaltigkeit und Umweltschutz genießen nach wie vor wenig Vorrang. Dennoch findet die päpstliche Enzyklika „Laudato sí“ in den Ortskirchen Aufmerksamkeit. In vielen Kirchengemeinden und kirchlichen Gruppen wird die Verbindung von sozialem, politischem und wirtschaftlichem Handeln als ganzheitliche Ökologie verstanden, in der christliche Schöpfungsverantwortung zum Ausdruck kommt.
Renovabis will diese Aktivitäten stärken.

Nutzen Sie die Spendentüten oder spenden Sie
Ihre Kollekte direkt an Renovabis:
www.renovabis.de/pfingstspende

 

Pfingstnovene

Besonders wertvoll kann in diesem Jahr die Renovabis-Pfingstnovene sein, die es nun seit mehr als 25 Jahren gibt. Sie eignet sich hervorragend für das Hausgebet und für das Gebet in kleinen Gruppen. Erstmals liegt sie in mehreren Sprachen vor (Englisch, Polnisch, Kroatisch, Ukrainisch). So soll nicht nur die grenzüberschreitende Aufgabe der Sorge um das von Papst Franziskus so benannte „gemeinsame Haus“ ausgedrückt werden. Es soll auch zum gemeinsamen Gebet der deutschen und muttersprachlichen Gemeinden anregen, die oft Seite an Seite leben ohne sich näher zu kennen.

Pfarrer Christian Hartl, Hauptgeschäftsführer von Renovabis, hat sie gemeinsam mit Schwester Nadya Ruzhina OSB aus Bulgarien verfasst. Hier steht sie zum Download.

Hausgottesdienst – Bausteine

Renovabis stellt im Sinne der Nachhaltigkeit seine Materialien auf der Homepage zum Download bereit. Unter anderem können Sie dort Bausteine für einen Hausgottesdienst finden.

 

Texte entnommen von www.renovabis.de, zusammengestellt und gekürzt von Charlotte Linss