RKW – zwei Rückblicke

Die Sommerferien sind vorbei, so auch unsere RKW’s. Hier gibts zwei Rückblicke zu unseren beiden ganz verschiedenen Wochen, die beide unter dem Motto: „Geht’s noch? –  (Über-)Leben auf der Erde“ standen.

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Liebe Eltern, liebe Gemeinde,

wir habens hier in Wechselburg sehr schön, ALLE Kinder sind gut angekommen. Heute paddeln wir auf der Mulde. Hier die ersten Bilder:

1. Tag – Samstag: „Ich sehe was, was du nicht siehst“
An unserem Ankommenstag war wenig Zeit, die Natur, die Tiere um uns zu erleben. Deshalb holten wir das später nach. Bei unserer Paddeltour sahen wir außer Graureiher und Enten sogar einen kleinen türkisnen Eisvogel.

2. Tag – Sonntag: „Es stinkt zum Himmel“

3. Tag – Montag: „Mir reicht’s, ich leg los“

(Text und Bilder: Uta Graba)

4. Tag – Dienstag: „Mir geht ein Licht auf“

Gar nicht so leicht, manche Dinge zu verstehen und Licht ins Dunkel zu bringen. Bei unserem RKW-Thema wollten wir die Zusammenhänge verstehen und erkennen, wo ich in diesem großen System meinen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Erde beitragen kann. Das Spiel „Gordischer Knoten“ weckte am Morgen unsere Lust, etwas Kniffliges anzugehen. Gerlinde, der Steinkautz Ägidius und Franziska schenkten uns einige Erkenntnisse. Am Nachmittag wurden wir von Sabine Bley durch die Kirche geführt und zum Abendgebet kamen unsere „Erkenntnislichter“ zum Einsatz.

5. Tag – Mittwoch: „Ich werde zum Segen“

Klein und Groß haben Freude an Spielen die uns zeigen: ich selbst kann etwas bewirken und so zum Segen werden. Es wird noch einmal fleißig gearbeitet, die Köpfe rauchen und die Hände gestalten Segensarmbänder für alle Kinder und die Gottesdienstgemeinde am Sonntag. Und natürlich darf ein tolles Abschlussfest mit Programm der Gruppen, Spiel und Tanz nicht fehlen.

6. Tag – Donnerstag: „Startergottesdienst“

Erfüllt von tollen Tagen müssen wir wieder nach Hause und freuen uns, die Dinge umzusetzen, die wir gelernt haben und uns wichtig geworden sind. Dazu braucht es Gottes Segen, den wir in unserem „Startergottesdienst“ erbitten. Nach etwas Verspätung durch Stau aber immer noch in bester Laune, kommen wir glücklich in Dresden an und freuen uns auf Familie.

Danke an alle, die uns diese tolle Woche ermöglicht haben!

(Text und Fotos: Patricia März)

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SOS, SOS – Rettet unsere Erde – RKW auf dem Weißen Hirsch

 

Nach Herzenslust den Müll mal einfach fallen lassen und nicht erst den nächsten Mülleimer suchen…das muss doch toll sein. Mhm, schon, aber dann sieht es am Ende eben so aus:

Dass das unserer Erde und damit auch uns nicht gut tut, haben wir in dieser Woche erfahren und durchdacht. Fast 30 Kinder und ein Team von 10 Jugendlichen haben sich unter der Leitung von Karin Seidel und Antonia Kirtzel in der ersten Ferienwoche auf Entdeckertour durch den Schöpfungsbericht begeben. Wie gut Gott die Welt erschuf mit all den wunderbaren Dingen, die wir auf ihr entdecken können (wenn wir uns z.B. für 10 Minuten an eine Waldkreuzung setzen und einfach beobachten). Was wir Menschen daraus gemacht haben, indem wir unseren Wohlstand über die Ressourcen der Welt stellen. Um das spürbar zu machen, ließen wir unser „Müllzimmer“ entstehen, in welchem uns der Baum Gerlinde, der Kauz Ägidius und das Menschenkind Franziska im morgendlichen Anspiel die Folgen dieser Umweltverschmutzung erklärten, aber dann auch Ideen sponnen, was wir hier tun können. Schließlich soll es doch wieder so schön auf unseren Wiesen und Feldern werden, damit Ägidius endlich erfolgreich ein Weibchen anlocken kann. 🙂

Am 20. 7. brauchen wir mit dem Bus gen Rosenthal auf und trotzten der Hitze beim gemeinsamen Gottesdienst mit dem Bischof und etwa 800 anderen RKW-Kindern und -begleitenden.

Die letzten zwei Tage blickten wir auf den Menschen, den Gott in seine Schöpfung gestellt hat und mit welchen Ideen wir hier auch Positives bewirken können. Diese Schöpfung auch im Dunkeln zu erleben war Highlight am Donnerstag Abend: Die Kinder ab der kommenden 5. Klassen übernachteten im Gemeindehaus und wagten sich nach Sonnenuntergang noch einmal in die angrenzende Heide. Ob das Geheimnis des Mönchs dabei gelüftet wurde, muss wohl bei den Waldfreund:innen selbst erfragt werden. 🙂

Mit dem Wissen, von Gott gesegnet in dieser Welt einiges verändern zu können, feierten wir am Freitag noch den Startergottesdienst, mit dem zwar die RKW zu Ende ging, die Botschaft aber erst so richtig Fahrt aufnimmt und durch die Kinder und ihre Familien weitergetragen wird. Durch die Ferien hindurch…bis zum neuen Schuljahr.
Besonders soll noch unsere kleine RKW-Band benannt werden, die unter Leitung von Marco Gulde entstand und besonders beim RKW-Hit „SOS. SOS – Rettet unsere Erde“ zur Hochform auflief.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die die RKW ermöglicht haben und sichtbar oder im Verborgenen den Kindern diese tolle Erfahrung geschenkt haben!

Und vielleicht zieht ja im nächsten Jahr ein Freund von Ägidius in unseren RKW-Nistkasten, der nach den Ferien im Garten von St. Hubertus aufgehangen werden wird. Haltet Ausschau!

(Text und Bilder: Antonia Kirtzel)