Wo liegt Smardzewice? Und was machen wir dort?

Sergej Anochin legt erstes Gelübde ab

Dieser kleine Ort mit 1700 Seelen liegt in Polen in der Nähe von Lodz.
Und Ziel ist das Franziskanerkloster aus dem 17. Jahrhundert. Unser russischer Freund Sergej Anochin legt dort seine ersten Gelübde ab. Wir kennen ihn seit 10 Jahren, haben zusammen fürs gute Hören und ein Bone Bridge Implantat gekämpft und gespannt seinen Glaubensweg bis ins Kloster verfolgt. Nun sehen wir ihn aufgeregt und strahlend im Altarraum stehen. Der Zwischengesang hätte ewig dauern können, so schön und innig singt Sergej die Psalmen. Sein Bekenntnis vor dem Abt und vor Gott kommt stark und klar. Und seine Freude, als alles geschafft ist, zieht auch in unser Herz. Die Grußworte und die Predigt verstehen wir nicht, aber die Rosenkranzandacht am Vorabend, mit anschließender Lichterprozession durch den Park können wir gut mitbeten. Singend und mit Kerzen hinter einer Marienstatue zu laufen ist uns befremdlich. Vielleicht sind wir Deutschen da aber auch nur zu „nüchtern“.

 

Die anschließende Feier fällt kurz aus, alle haben einen weiten Weg nach Hause. Sergej hat nun drei Wochen Urlaub in Elista und dorthin sind es 30 Stunden mit dem PKW. Dann geht es zum Arbeiten und weiterem Studium nach St. Petersburg. Wenn alles klappt und Gott und Sergej wollen, dann legt er dort in 4 Jahren seine ewigen Gelübde ab.

Wir wünschen allen eine gute Reise und machen uns selber auf den Heimweg: 6 Stunden Autobahn. Zum Glück haben Ursula und Thomas Giersemehl ein bequemes Auto.

Im Gepäck haben wir nun ein großes DANKESCHÖN! an alle, die in den letzten Wochen für Sergejs neuen Prozessor gespendet haben. Er ist glücklich und dankbar, dass unsere Pfarrei ihm soo schnell helfen konnte. Und er dankt allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Wir sind an seinem Ohr, in seinem Herzen und in seinen Gebeten.

Maria Schmidt