Sommerbetreuung Lernfragen

Ein Sommer ohne RKW in Wechselburg und ohne Kinderzeltwoche in Zinnowitz war angesagt, …

…, da kam aus der Dekanatsstelle der Abteilung Kinder- und Jugendpastoral unseres Bistums die rettende Idee, in den Gemeindehäusern unseres Dekanates Ferienwochen für alle anzubieten, die besonders unter den derzeitigen Einschränkungen und Folgen der Coronakrise leiden.

So als hätten, viele nur auf diese Idee gewartet, war die Liste der Helfer bald so voll, dass wir uns in Klotzsche gut vorstellen konnten, mehrere Gruppen anzubieten. Viele Erwachsene und Jugendliche wollten hier mitmachen.

Unter dem Titel „Ferienbetreuung im Gemeindehaus“ hingen überall in der Stadt die Dekanats-Aushänge und konnten Flyer mitgenommen werden. In den Klotzscher Schulen haben wir Handzettel verteilt. Wir waren gespannt und am Ende erstaunt, dass sich nur 11 Kinder angemeldet hatten und kein Kind, dass wir nicht aus unserem Gemeindeleben kannten, dabei war.

Zusammen mit dem 10-köpfigen „Nachwuchs-Jugendhelferteam der 9. Klasse“, den 6 offiziellen Helfern und weiteren 4 Helfern im Hintergrund, waren wir dann aber doch 31 Teilnehmer und zu meiner großen Freude richtig ökumenisch. Nicht nur deshalb verbrachten wir die Ferienwoche auch im ev. Gemeindehaus Alte Post und gaben unserer Woche das Thema „Genuss am Schluss“.

Und dann? Es hat allen viel Freude gemacht. Es fühlte sich an, wie eine RKW, bei der alle zugleich Helfer und Teilnehmer sind. So erlebten wir viele Formen des Tischgebetes, kreative Ausstellungstücke und Inspirationen rund um das Thema Genuss, spannende Spielideen unserer Helfer (sogar eine „Firma“, die das Geschirr mit dem Handwagen abholte, wenn sie nicht gerade einen Mitarbeiter transportierte, viele kleine Trompetensolos und immer Trubel um Kicker, Tischtennisplatte, Basketballkorb & Co. Am Ende gab es dann eine Ausstellung für die Eltern und zum Patronatsfest wird dann noch das Ergebnis des Bankbauprojektes von Theodor, Linus und den zwei Jonathans eingeweiht …

Uns Erwachsene freute besonders, dass die Gruppe mit uns „Ich mach Station“ und … aus dem Poverello gesungen hat und wir einmal sogar Hevenu Shalom Alechem tanzten …

Auf unseren Ausflügen in die Heide, ins Schwimmbad nach Radeberg, bei unseren Interviews im Stadtteil, einmal auch in die Neustadt und in die St. Martin Kirche, war immer gute Stimmung, auch wenn das Wetter nicht immer so passend war …

Unser Dank geht an das Dekanat und unsere Pfarrei, die uns Helfern und den Kindern diese Woche ermöglicht haben.

Als Lernfragen für weitere Projekte stehen:

Wie und wo setzen wir als Kirche unsere Gaben und Ressourcen ein?

Sind wir als Gemeindemitglieder selbst unsere Zielgruppe, weil wir Räume brauchen, in denen wir unsere Sprache sprechen und Kraft schöpfen können?

Wie können wir bei gemeindeinternen und übergreifenden Projekten die Qualität unserer Arbeit sichern?

Wie kommen wir mit den vielen Akteuren in Kontakt, die in unseren Stadtteilen und unserer Stadt auch am großen Ganzen mitarbeiten? Wie geht es miteinander?

Wie …?

Claudia Hanke