Sommerinfo St. Hubertus

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Einladung zur Gemeindewallfahrt 19. 09. 2020

Der Herbst ist in St. Hubertus nicht nur Jagd- und Feierzeit, sondern seit einigen Jahren auch Wallfahrtszeit.
Am 19.9. wird das Kloster Marienstern in Mühlberg an der Elbe unser Wallfahrtsziel sein.
Dort begrüßen uns Clarentinerpatres. Sie wurden 1849 vom hl. Antonius Maria Claret in Barcelona gegründet. Seit dem Jahr 2000 ist ihnen das alte Zisterzienserinnenkloster Marienstern vom Bistum Magdeburg anvertraut, um Menschen Stille, Begegnung und Gespräch anzubieten in einem von 80 % Nichtchristen bewohnten Zipfel Brandenburgs. Umgesetzt wird diese Idee durch ein Ökumenisches Haus der Begegnung und Stille mit unterschiedlichsten Kursangeboten.
Das Kloster bestand von 1228 bis 1539. In seinem Schatten fand 1547 die berühmte Schlacht bei Mühlberg statt. Kaiserliche Truppen der katholischen Liga besiegten auf den Feldern vor der Stadt die Truppen des protestantischen Schmalkaldischen Bundes. Dazu gibt es natürlich ein sehenswertes Museum im Äbtissinnenhaus des Klosters und eine Menge Klostergeschichte dazu.
Anderweitig berühmt wurde der Ort durch ein Kriegsgefangenenlager der Nazis, das später in ein Speziallager des NKWD umfunktioniert wurde.
Beim Elbehochwasser 2002 gab es das „Wunder von Mühlberg“, weil entgegen allen Befürchtungen die Deiche hielten. Schlimmer traf es den Ort mit einem Tornado 2010, der den Dachreiter der Klosterkirche einstürzen ließ. Was den Urgewalten aber stand hielt, ist heute unter Staunen zu besichtigen. Wir werden in der imposanten einschiffigen Klosterkirche unseren Gottesdienst feiern.

Dazu und zum Miterleben dieses Wallfahrtstages lade ich Sie ganz herzlich ein:

Samstag 19.9.2020

7:45 Uhr Statio in St. Hubertus
8:00 Uhr Abfahrt mit dem Bus
10:00 Uhr Gottesdienst in Marienstern
11:00 Uhr Führung durch Kirche und Kloster
12:00 Uhr Mittagessen im Kloster, anschießend individuelle Besuche Stadt und Museum
15:00 Uhr Kaffee
16:00 Uhr Vesper
18.45 Uhr Rückkehr in St. Hubertus

Bild: Maria Schmidt

Bitte überweisen Sie als Anmeldung 35 Euro für Fahrt, Führung und Mittagessen auf das Konto der Pfarrei St. Martin: IBAN: DE 03 7509 0300 0008 2211 11, Verwendungszweck „Wallfahrt St. Hubertus“
Informieren Sie uns bitte über Ihre Einzahlung per Mail an alexandra.burghardt@st-martin-dresden.de oder telefonisch an 0351-2683308

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie am 19.9. zur Wallfahrt begrüßen dürfte.
Ihr Pfarrer André Lommatzsch

 

Außerdem noch einige pastorale und sonstige Hinweise für die nächste Zeit:

1. Firmgottesdienste in St. Hubertus

Der zentrale Firmgottesdienst dieses Jahres durch unseren Bischof entfällt. Auf Wunsch der Beteiligten sind wir Priester der Pfarrei beauftragt, den jeweiligen Firmbewerbern ihrer Gemeinden in den Gemeindegottesdiensten die Firmung zu spenden.
Das wird bei uns am nächsten Wochenende 11./12.07. sowie am 19.07. und 01.08. der Fall sein.

2. Gottesdienstordnung in den Sommerferien

In diesem Jahr finden alle Sonntagsgottesdienste ausnahmslos wie gewohnt statt.
Bitte beachten: Im ausliegenden Infoheft für Dresden sind die Samstagsgottesdienste 22. und 29.8. fälschlicher Weise gestrichen.

3. Vesper

Ich bin froh über die Möglichkeit, mit Ihnen gemeinsam teilhaben zu können am reichen Gebetsschatz der Psalmen. Im Stundengebet der Kirche ist er durch viele Jahrhunderte hindurch zum Lob Gottes genutzt worden. In der Lockdown-Phase der Coronazeit hat die Vesper einen wichtigen Anlaufpunkt bedeutet, nicht zuletzt, weil unser Zeitbudget weniger belastet war.
Ich möchte Ihnen vorschlagen, in den Sommermonaten bis August die Vesper auszusetzen, im September damit neu zu beginnen, aber in größeren Abständen.
Daraus würde sich folgender Rhythmus ergeben:
1. Woche im Monat: eucharistische Anbetung am Herz-Jesu-Freitag wie bisher
2. Woche im Monat: Club 60 mit 9 Uhr Gottesdienst am 2. Donnerstag wie bisher und Treff (falls möglich)
3. Woche im Monat: Vesper am Donnerstag um 18 Uhr

4. Haus und Hof: Gemeindeeinsatz 5.9.2020

Gemeinde lebt auch von den praktischen Dingen und freut sich an deren Gebrauch. Das Hausteam bittet Sie, sich den Samstag, 5.9. offen zu halten für einen nachgeholten Frühjahrsputz.
Dabei soll es um Pflegearbeiten im Gelände, aber vor allem um Reinigungsarbeiten gehen.
Das Erdgeschoss unseres Gemeindehauses wird im Sommer malermäßig instand gesetzt, und das bedeutet nachfolgend immer Arbeit.

5. Herzliche Einladung von Norbert Stryczek zum nächsten Glaubensgespräch!

Thema: „Es ist unmöglich, das Wesen Gottes zu ergründen. Aber können wir ihn an seinen Wirkungen erkennen? – Eine Spurensuche“
Termin: 26. August um 20 Uhr im Gemeindehaus St. Hubertus

6. Herzliche Einladung zum ökumenischen Frauenfrühstück!

Thema: „Wünsch dir was! Wir erstellen den neuen Jahresplan.“
Termin: 2. September um 9.30 Uhr im Gemeindehaus St. Hubertus

Und hier noch eine Feriengeschichte

Auf „Weltreise“

Die Sommerferien beginnen, und Eva und Daniel sind wütend und traurig. Wegen der verpatzten Urlaubsreise. „Warum seid ihr denn so brummig?“, wundert sich Opa. „Ich habe mich immer sehr auf die Ferien gefreut.“„Pah!“ Daniel verzieht das Gesicht. „Ferien ohne Reise sind doof. Blödes Virus.“ „Bestimmt würden eure Eltern gerne mit euch verreisen und sind deshalb auch traurig.“, meint Opa. „Na und, was sollen wir jetzt tun?“ fragen die Kinder mürrisch. „He“, sagt Opa. „ich bin froh, dass ich jetzt in der Ferienzeit nicht so alleine bin. Und wenn ihr von Schwimmbad, Fahrradtouren, im Garten spielen, Zoobesuchen und ähnlichem genug habt, dann können wir gemeinsam trotzdem verreisen.“ Eva und Daniel blicken Opa aufgeregt an. „Verreisen? Wohin?“. Opa macht ein geheimnisvolles Gesicht. „Es sind ganz besondere Reisen, die jeder nur einmal machen kann.“ „Nur einmal?“, fragt Daniel. „Sind die so gefährlich?“ „Gefährlich nicht, aber einzigartig.“
Darunter können sich Eva und Daniel nichts vorstellen. Opa lächelt. „Ich zeige es euch.“ Er zieht den Atlas aus dem Bücherregal, schließt die Augen, öffnet irgendeine Seite und fragt: „Na, wo sind wir gelandet?“ Daniel sieht auf die Karte. „Auf einer Insel.“ „Es ist Irland“, sagt Opa. „Eine interessante Insel im Atlantik. Hier werden wir viel erleben.“ Dann reisen Eva, Daniel und Opa mit dem Finger auf der Karte durch dieses ferne Irland. Es ist eine aufregende Reise. Sie fahren über das weite, grüne Land, klettern auf Berge und Klippen, schippern auf Flüssen und wandern an Stränden entlang. Eva und Daniel können alles genau vor sich sehen. Am aufregendsten sind die alten Ruinen mit den Gespenster- und Seeräubergeschichten. Immer wieder muss Opa davon erzählen. Überhaupt weiß er viele Sagen aus diesem Land zu erzählen.
„So eine Reise“, schließt Opa, „kann man nur einmal machen. Immer gerade so, wie es uns die Fantasie vorsagt. Ist das nicht prima? Wir sind mit vielen Geschichten durch Irland gereist. Ganz ohne Geld oder Koffer, Auto, Schiff oder Flugzeug. Man braucht nur eine Landkarte und Fantasie.“ „Toll.“ Daniel ist richtig stolz auf seine Irlandreise. „Machst du mit uns noch einmal so eine Reise?“ „Wir können an jedem Ferientag in ein anderes Land reisen“, schlägt Opa vor. „Und am Ende der Ferien habt ihr fast so etwas wie eine Weltreise gemacht.“ Da freuen sich Eva und Daniel, und sie sind gar nicht mehr so böse, dass die Sache mit dem Urlaub am Meer nicht geklappt hat. Was ist das schon gegen eine Weltreise?
(nach Elke Bräunling)

Ich wünsche Ihnen allen gesegnete erholsame Sommertage
Ihr Pfarrer André Lommatzsch