Staatsschauspiel bringt uns ins Gespräch

Am 13.04.19 führte das Staatsschauspiel Dresden in unserer Kirche St. Martin das Stück der holländischen Autorin, Lot Vekemans, JUDAS auf.
Der 75 minütige Monolog wurde von Oliver Simon außerordentlich beeindruckend gespielt.
Oft in Zwiesprache mit „IHM“ – Jesus zu dessen Kreuz er dann blickte. Liebevoll erzählt er von den guten Zeiten abends am Lagerfeuer.
Wer hat wessen Schuld auf sich genommen? Wer kann Erlösung für sich in Anspruch nehmen? Wer glaubt, dass Judas den Messias liebt?
ER hat uns nicht gesagt, was wir tun oder lassen sollen, sondern hat uns vor Augen geführt, was unser Handeln für Konsequenzen hat.“

Mit der Unterbrechung durch eine Nebenhandlung im Heute, dass hier unter uns einer ohne Eintrittskarte sitzt, gelang es, dass sich jeder nicht nur in die Augen geguckt fühlte, sondern in das Stück hinein gab.

Seit 2000 Jahre will keiner mehr Judas heißen, sein Name ist voller Vorurteile. Auf die Frage, ob nicht einer von uns Judas seinen Namen geben würde, traute sich keiner zu antworten. In der anschließenden Diskussion mit dem Regiseur, Dominique Schnizer, der Dramaturgin, Katrin Schmitz, und Oliver Simon, bot dann doch eine Zuschauerin ihren Namen an.

Damit es nicht ein einseitiges Bild der Webseiten-Autoren gibt, laden wir Sie ein Ihren Gedanken an web.team@st-martin-dresden.de zu senden, um ihn hier mit zu nennen.
Denn das ist so wunderbar, gemeinsam über Schuld, Verantwortung, Glauben oder Zweifel ins Gespräch zu kommen.

Uta Graba (Fotos Rebekka-Chiara Hengge)