Tagesliturgie für den 28.11. – Vorabend des 1. Advent – Weihe des Adventskranzes

AdventskranzGesang zur Eröffnung: GL 218
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit

Wir beginnen unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Jesus Christus ist in unserer Mitte und schenkt uns seinen Frieden.
Amen.

Jetzt beginnt der Advent!
Für die Kinder ist es einfach: Sobald in den Geschäften Weihnachtsschmuck und Schokoladenweihnachtsmänner auftauchen, können sie die Eltern fragen: Wann ist endlich Weihnachten? Viele Kinder sehnen das Fest herbei, weil es mit frohen Stunden in der Familie verbunden ist, ganz zu schweigen von all den Geschenken und den Schulferien.
Für sie wurde einmal der Adventskranz erfunden, damit jeden Tag eine weitere Kerze angezündet werden konnte und das Licht sich so ganz eindrücklich seinen Weg bahnt.
Für die Erwachsenen ist es schwieriger. Viele Vorbereitungen sind zu treffen – geistige und organisatorische – nicht alles kann wie erwartet fertiggestellt werden, da kann eine weitere Kerze am Adventskranz schon eine bedrohliche Sache sein, die da ruft: „Spute dich“
Und für diejenigen von uns, die Verantwortung für Gottesdienste, Andachten, private oder dienstliche Feiern im Advent übernommen haben, gibt es sogar noch eine Vorbereitungszeit vor der Vorbereitungszeit: Werden alle Konzepte und Planungen für den Advent rechtzeitig abgestimmt und ausgetüftelt sein? Wen muss man noch ansprechen, motivieren, überzeugen?
Ich bräuchte eigentlich schon einen zusätzlichen Adventskranz im November, der mir anzeigt, wie dicht alles schon heranrückt und was noch halbfertig herumliegt.
Aber der Herr kennt unsere Bedenken und Sorgen. Er wird kommen, so hat er uns versprochen, und er will uns bei allen Vorbereitungen, die wir wirklich nötig haben, mit seinem Segen helfen.
Und so wollen wir vor ihn treten:

Gepriesen bist du, Herr, unser Gott,
du hast alles erschaffen,
denn du bist die Liebe und der Quell des Lebens.
Wir loben dich.
Wir preisen dich.

In deinem Sohn schenkst du uns Licht und Leben.
Wir loben dich.
Wir preisen dich.

Dein Geist erleuchtet unsere Herzen, damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind.
Wir loben dich.
Wir preisen dich.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Wir danken dir, Herr, unser Gott,
du schenkst uns auch in diesem Jahr die Freude des Advents.
Wir dürfen in Hoffnung und Zuversicht deinen Sohn erwarten, Christus, unseren Erlöser.

Segne diesen Kranz +
und lass uns in den kommenden Tagen in der Gnade wachsen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

GL 223,1: Wir sagen euch an den lieben Advent

Evangelium vom Sonnabend: Lk 21, 34-36

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, so wie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

Lukas kannte vermutlich weder den Stress des Geschenkegroßeinkaufs noch die so beliebten Glühweinstände, und doch sind seine Zeilen wie für unsere Zeit gemacht. Lesen wir doch in dieser Adventszeit die Bibel so, als wäre sie nur für uns genau an diesem Tage gemacht! Dann kann uns nichts mehr überraschen.

Segensbitte                                                                           (Hannelore Bares)

Du Gott des Neubeginns, du sehnst dich danach, dass wir wahrhaft adventliche Menschen werden.
Segne unsere Hoffnung und unser Vertrauen in deine Verheißung, damit wir mit wachem Herzen unsere Sehnsucht nach dir lebendig halten, mit wachem Gespür die Zeichen der Zeit zu deuten wissen.
Segne unsere Hoffnung und unser Vertrauen in deine Wiederkunft, damit wir mit wachem Blick Ausschau halten wo du uns entgegen kommst, in freudiger Erwartung bereit sind für die Begegnung mit dir.
Segne unsere Hoffnung und unser Vertrauen in deine Gegenwart, damit wir hellwach ausgerichtet bleiben auf dich, offen und empfänglich für dein Wort, das uns jeden Tag neu ins Leben ruft.
Amen.

So segne uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

(Christoph Nitsche)

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